Vassilakou zu 'Krone'

‘Wien hat City-Maut abgelehnt, so bleibt nur das Parkpickerl’

Österreich
26.01.2012 18:37
Der Widerstand gegen das Parkpickerl wächst, bei den Bezirkspolitikern und bei den Bürgern. Damit gerät die Verkehrsstadträtin, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, gehörig unter Druck. Im "Krone"-Interview wehrt sie sich gegen den Vorwurf, die Parkraumbewirtschaftung erzwingen zu wollen: Wien habe ja die City-Maut abgelehnt, jetzt bleibe kein anderer Weg.

Dass Bezirkschefs sich beschweren, zu wenige Informationen über die geplante Erweiterung der flächendeckenden Kurzparkzonen zu haben, ärgert Vassilakou: "Die Pläne liegen seit Monaten auf dem Tisch, und wir haben jede Hilfe für die Umsetzung angeboten. Auch der Herr Tiller aus Döbling hätte sich längst darum kümmern können."

Entscheidung liegt ausschließlich bei den Bezirken 
Es werde niemand zum Pickerl gezwungen, betont die grüne Vizebürgermeisterin. "Die Entscheidung, ob sie es wollen oder nicht, liegt ausschließlich bei den Bezirken." Dort könnten auch die Grätzel, in denen die kostenpflichtigen Blauen Zonen gelten sollen, unter Einbeziehung der Bevölkerung festgelegt werden.

Vassilakou: "Weiteres Verschleppen nicht zielführend" 
Ein weiteres Verschleppen der Parkraumbewirtschaftung hält Maria Vassilakou für nicht zielführend: "Die Entscheidung dafür ist ja schon vor der letzten Wahl gefallen." Bei der Volksbefragung 2010 hatte sich Wien mit großer Mehrheit gegen die von den Grünen vehement geforderte City-Maut ausgesprochen.

Daher müsse man, so Vassilakou, den damit eingeschlagenen Weg weitergehen. "Wir müssen zu einer deutlichen Verringerung der Autofahrten und zur Verlagerung auf die öffentlichen Verkehrsmittel kommen, sonst können wir bei der Klimaschutzpolitik gleich die Pleite anmelden."

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