Schnee und Brände
Wetterkapriolen sorgen im Westen der USA für Chaos
Im Nordwesten rissen die Schneestürme Strommasten um, verwandelten Straßen in Rutschbahnen und ließen Flüsse über die Ufer treten. Auch im benachbarten Bundesstaat Oregon flohen viele Menschen vor durch den Sturm angeschwollenen Flüssen in höher gelegene Gebiete. Mindestens drei Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben.
Der Schneesturm hatte am Mittwoch eingesetzt und zunächst den Verkehr im Nordwesten der USA teilweise lahmgelegt. Am Flughafen von Seattle mussten die Start- und Landebahnen gesperrt werden. Die Schneemengen am Flughafen brachen den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1954. Schulen im Raum Seattle blieben am Donnerstag geschlossen. Auf den eisglatten Straßen kam es zu vielen Unfällen.
Wetterdienst warnt vor Überschwemmungen
Doch es könnte noch schlimmer kommen: Der Nationale Wetterdienst warnte für Freitag, höhere Temperaturen könnten Schnee und Eis schmelzen lassen und zu Überschwemmungen führen. Im Bundesstaat Oregon kam es nach tagelangen Regenfällen bereits zu massiven Überflutungen (weitere Bilder). Eine vierköpfige Familie wurde in ihrem Auto von den Wassermassen mitgerissen, die Mutter und der einjährige Sohn ertranken, der Vater und der ältere Bruder konnten sich aus den Fluten retten.
In Washington wird mit dem Einzug eines weiteren Sturmes neuerlich Schneefall erwartet. In Washington wurde ein Wintersturm-Notstand ausgerufen, um auf diese Weise rasch Hilfskräfte zu mobilisieren.
Inferno in Nevada
Unterdessen hängen über dem Himmel von Nevada Rauchwolken. Am Freitag waren noch immer 2.000 Menschen nicht in ihre Häuser zurückgekehrt, wie die Zeitung "Reno Gazette-Journal" meldete. Das Feuer, das rund 15 Quadratkilometer Land verbrannt hatte, galt zur Hälfte als eingedämmt.
Das Inferno war am Donnerstag ausgebrochen und hatte sich angefacht von bis zu 130 Stundenkilometern starken Winden und Trockenheit schnell ausgebreitet. Die bis zu zwölf Meter hohen Flammen hinterließen geschwärztes Land, ausgebrannte Autos und Häuser. Der Feuerwehchef des Ortes Sierra, Tim Leighton, nannte den Brand für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich.
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