Fachkräftemangel allerorts, auch bei den Gemeinden in Oberösterreich, die ja mit der Privatwirtschaft konkurrieren müssen: Aktuell hat nur ein Viertel der Gemeinden keine Schwierigkeiten, Personal zu finden. Das liegt - oder lag bisher - auch am starren Gehaltssystem im Dienstrecht der Gemeinden.
Dieses System aber wurde durch Gemeindelandesrätin Michaela Langer-Weninger aufgebrochen, und zwar durch eine neue Verordnung, die seit 31. Mai in Kraft ist. Sie verschafft den Gemeinden mehr Spielraum, wie die ÖVP-Politikerin sagt: „Durch die Adaptierung der OÖ. Gemeinde-Dienstpostenplanverordnung können Anzahl und Gehalt der Gemeindebediensteten flexibler geregelt werden. Das ist wichtig, denn wir brauchen Fachkräfte und müssen für diese als Arbeitgeber auch attraktiv sein.“ Grundvoraussetzung für die Flexibilität bei der Entlohnung ist eine Zusammenarbeit von Gemeinden in zumindest einem wesentlichen Bereich der Verwaltung.
28 Gemeinden reden über Kooperationen
„Aktuell wissen wir von zehn Gemeindekooperationen, die unmittelbar aufgrund der neuen Dienstpostenplanverordnung angedacht sind - zumindest 28 Gemeinden führen dahingehende Gespräche“, gibt Langer-Weninger einen Überblick. Ob und wann sich die Gemeinden einigen liegt in ihrem Ermessen - da greift die berühmte Gemeindeautonomie. Bereits sehr konkret ist so eine Kooperation im Fall der Innviertler Gemeinden Mörschwang, St. Georgen bei Obernberg und Weilbach. Die Bürgermeister haben vor kurzem mit der Landesrätin darüber gesprochen.
pö
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