"Sehr enttäuscht"
Ägypten: ElBaradei will nicht mehr Präsident werden
Der Militärrat, der Ägypten seit dem Ende der Ära Mubarak im Februar 2011 regiert, verfolge den alten Weg, als ob es keine Revolution gegeben hätte und als ob das alte Regime noch immer nicht gefallen sei, betonte ElBaradei. Als Präsidentschaftskandidat in einem nicht wirklich demokratischen System aufzutreten, könne er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, sagte er weiter. Bis Ende Juni soll in Ägypten ein neuer Präsident gewählt werden.
ElBaradei hatte seine Kandidatur im März vergangen Jahres im Fernsehen angekündigt, er galt insbesondere in westlichen Ländern als Hoffnungsträger für Ägypten. Ein Großteil der ägyptischen Bevölkerung blieb ihm gegenüber allerdings skeptisch. Der Friedensnobelpreisträger sei zu lange im Ausland gewesen und verstehe die Menschen im Land nicht, hieß es.
ElBaradei versprach, sich weiter für die Jugendbewegung einzusetzen. Er sei überzeugt, dass die ägyptische Jugend für eine bessere Zukunft kämpfen werde.
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