Schärfere Strafen
Italiens Justiz nimmt Brandstifter ins Visier
Nachdem in Italien zuletzt Hunderte Brände gelegt worden waren, nimmt die italienische Justiz nun verstärkt Brandstifter ins Visier. Die Regierung verschärfte am Montag zu diesem Zweck die Strafen massiv. Die Mindeststrafe bei vorsätzlicher Brandstiftung liegt jetzt bei sechs statt bisher vier Jahren Haft, wer fahrlässig einen Brand auslöst, muss künftig mit zwei statt mit einem Jahr Haft rechnen.
Nur fünf Prozent der Brände werden laut Experten von Pyromanen gelegt, die aus purer Zerstörungslust handeln. Meist stecken wirtschaftliche Interessen hinter den Sommerbränden. Der Zivilschutz sprach von einem „Geschäft mit dem Feuer“. Strenge Regeln verbieten zwar das Bauen auf abgebrannten Gebieten, dennoch geht man davon aus, dass Spekulation ein Hauptgrund der neuen Brandwelle ist.
Vor allem in Süditalien wolle man oft durch Brände die staatliche Aufforstung erzwingen, wie Medien berichteten. Dafür würden dann Arbeitslose aus der Region eingesetzt. Diese wollten mit den Feuern dafür sorgen, dass weitergearbeitet werden kann, so der Verdacht einiger Ermittler. In vielen Gegenden Süditaliens liegt die Arbeitslosigkeit bei weit über 20 Prozent. Jeder zweite Jugendliche ist ohne Beschäftigung.
Hunderte Hektar Wald zerstört
Seit Tagen toben Brände auf Sardinien. Dabei wurden vier Personen verletzt und Hunderte Hektar Wald zerstört. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser und Ferienwohnungen in Posada an der Nordostküste Sardiniens verlassen. Die Schäden bewegen sich in Millionenhöhe, teilten die Behörden mit. Die Flammen wurden von einem starken Mistralwind angefacht, der Spitzenwerte von 110 km/h erreichte.







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