Ein 28-jähriger Patient war im Landeskrankenhaus Rankweil (Vorarlberg) auf einen Arzt und einen Pfleger losgegangen. Jetzt kommt er in die „Geschlossene“, wo er professionell therapiert werden wird.
Schon öfters war der Italiener in der Vergangenheit aufgrund seiner Drogenprobleme psychiatrisch auffällig geworden. Vor sieben Jahren hatten die Ärzte bei dem Mann eine paranoide Schizophrenie festgestellt. Weshalb aufgrund seiner Schuldunfähigkeit zwei Verfahren gegen ihn in Deutschland eingestellt wurden. Auch damals ging es um Körperverletzung. Im am LG Feldkirch verhandelten Fall wurden dem 28-jährigen Betroffenen erneut Körperverletzungen vorgeworfen. Im November letzten Jahres versetzt der Patient einem Arzt im Gang des LKH Rankweil grundlos einen Faustschlag ins Gesicht. Einem Arztkollegen gelingt es, den Angreifer zu überwältigen. Das Opfer kommt mit Kieferschmerzen und dem Schrecken davon.
Der Betroffene hatte Stimmen gehört und Befehle bekommen, die Personen zu attackieren. Er war nicht zurechnungsfähig.
Gerichtspsychiater Reinhard Haller
Anfang Januar dann der zweite Vorfall. Der psychisch Kranke betätigt die Rufglocke. Als der Pfleger Nachschau hält, springt der Patient hinter der Türe hervor und versucht, den Pfleger zu überwältigen. Das Opfer wehrt sich und kommt auch in diesem Fall mit dem Schrecken davon. Gerichtsgutachter Reinhard Haller: „Der Betroffene hatte Stimmen gehört und Befehle bekommen, die Personen zu attackieren. Er war nicht zurechnungsfähig.“ Obwohl sich der psychische Zustand des Mannes gebessert habe, sei er noch nicht stabil genug. Weshalb sich Haller für eine psychiatrisch-stationäre Behandlung des 28-Jährigen ausspricht. Der Schöffensenat folgt seinen Ausführungen. Und so ergeht der Beschluss auf eine bedingte Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum.
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