Sa, 18. August 2018

Im Stimmungstief

28.12.2011 13:56

Erwartungen der Österreicher für 2012 pessimistisch

Die Österreicher befinden sich, was das kommende Jahr betrifft, in einem Stimmungstief. 57 Prozent sind skeptisch oder zumindest besorgt, nur 37 Prozent erwarten 2012 mit Zuversicht, wie das am Mittwoch veröffentlichte Ergebnis der traditionellen Silvesterumfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS belegt.

Besonders pessimistisch blicken heuer die einfachen und ungelernten Arbeiter in die Zukunft. Insgesamt 70 Prozent erwarten das neue Jahr mit Skepsis oder Sorge. Ihnen steht die Seniorengeneration kaum nach, 68 Prozent haben Angstgefühle. Vergleichsweise unbeschwert ist die Stimmung zum Jahreswechsel dagegen wieder bei den Jungen sowie bei Maturanten und Akademikern.

Befragt wurden diesmal Ende November und Anfang Dezember 1.004 Personen repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren. Weil die Silvesterumfrage heuer zum 40. Mal durchgeführt wurde, liegen ausreichend Daten für Vergleiche vor. Demnach liegt der aktuelle Pessimismus-Wert neun Prozentpunkte über dem langjährigen Durchschnitt, der Optimismus ist acht Prozentpunkte niedriger als in den vergangenen vier Dekaden.

Aufschwung in den 1980er-Jahren
Am besten gestimmt waren die Österreicher in den 1980er-Jahren. Einer tristen, von Firmenpleiten gekennzeichneten Anfangsphase folgte ein Umschwung in ein stark positives Lebensgefühl. Weniger Freude bescherten die 1970er- und die 1990er-Jahre sowie die ersten zehn dieses Jahrhunderts. In allen diesen negativen Perioden hat jedoch der Pessimismus gegenüber dem Optimismus nur knapp überwogen, bilanziert IMAS aus den historischen Daten.

Der langfristige Trend spende zudem Hoffnung: Abschwünge in Richtung eines pessimistischen Lebensgefühls seien zwar meist abrupt erfolgt, hätten aber nur eine geringe Lebensdauer gehabt. Die gravierenden Stimmungstiefs seien nach nur zwei bis drei Jahren wieder von einer neuerlichen Zuversicht abgelöst worden, analysierten die Meinungsforscher.

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