Nach schwarzer Kritik an den EU-Ökoplänen zerpflückt jetzt Grünen-Chefin Helga Krismer die Umweltpolitik der ÖVP in NÖ - und verweist dabei auch auf den Rechnungshof.
Der Natur-Wiederherstellungserlass, den das EU-Parlament in Brüssel beschlossen hat, ist ein Enteignungserlass. Außerdem droht uns die Deindustrialisierung“, erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leiter kürzlich in einem Gespräch mit der „Krone“. Die ÖVP-Chefin meint weiter, dass es noch viel Verhandlungsbedarf gibt und: „Bis das fertig ist, rinnt noch viel Wasser die Donau hinunter.“
„Braucht Wiederherstellung“
Darauf kontert nun Grünen-Obfrau Helga Krismer: „Es braucht die Wiederherstellung der Natur, weil Artenvielfalt in Zeiten der Klimakrise als Überlebensstrategie unerlässlich ist. Die ÖVP-Niederösterreich mit Johanna Mikl-Leitner und ihrem Stellvertreter Stephan Pernkopf treiben Land und Leute ins Verderben mit ihrer Politik von gestern: Hybridpappeln in geschützten Donauauen zulassen und das Abholzen von Ökosystemen in Natura-2000-Gebieten wie am Kamp gehen auf die Rechnung der beiden.“
Außerdem sei die Sanierung der Flüsse nie ernsthaft in Angriff genommen worden. Krismer: „Auch der Rechnungshof meint, dass nur 31 Prozent der Flüsse im Land in gutem ökologischem Zustand sind.“ Die Volkspartei bleibt indes bei ihrem Nein zu der EU-Vorgabe. Mikl-Leitner: „Die Nationalstaaten können das alleine sicher besser.“
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