"Weihnachtsstress"

Mega-Christbaum versetzt Nordkorea in Rage

Ausland
11.12.2011 16:06
"Weihnachtsstress" in Korea. Die Regierung in Pjöngjang hat dem Süden mit "unvorhersehbaren Konsequenzen" gedroht, sollte Seoul eine riesige Leuchtinstallation in Form eines Weihnachtsbaums nahe der Waffenstillstandslinie erneut einschalten. Pjöngjang bezeichnete einen entsprechenden Plan Südkoreas auf der Internetseite der Regierung am Sonntag als "hinterhältigen Versuch psychologischer Kriegsführung".

Die Installation - ein 30 Meter hoher Metallturm in Form eines Weihnachtsbaumes - befindet sich auf einem Hügel nur drei Kilometer von der schwer bewachten Demarkationslinie entfernt. Medienberichten zufolge kann er von der nordkoreanischen Stadt Kaesong aus gesehen werden.

Das südkoreanische Verteidigungsministerium hatte angekündigt, den Antrag einer christlichen Gruppe zu prüfen, die Beleuchtung einzuschalten. Die Führung in Pjöngjang wirft Südkorea vor, die Bewohner Nordkoreas dadurch zum Christentum bekehren zu wollen. 

Lichter erst seit 2010 wieder eingeschaltet
Nord- und Südkorea hatten 2004 ein Abkommen geschlossen, das Propaganda in der Grenzregion untersagt. Daraufhin hatte der Süden den Weihnachtsbaum zunächst nicht mehr eingeschaltet. Erst im vergangenen Jahr brannten die Lichter wieder (Bilder), nachdem es erneut Spannungen zwischen beiden Ländern gegeben hatte.

Seoul wirft dem Norden unter anderem vor, im März 2010 ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt und 46 Matrosen getötet zu haben (siehe Infobox).

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