„Tiefste Bosheit“
Non-binärer Schütze tötet 5 Opfer: 2200 Jahre Haft
„Ihre Taten spiegeln die tiefste Bosheit des menschlichen Herzens wider“, erklärte der Richter bei der Urteilsverkündung. Der 23-jährige Anderson Lee A. hatte sich in einem bei Schwulen, Lesben und der Trans-Gemeinschaft beliebten Club im US-Bundesstaat Colorado vergangenes Jahr das Feuer eröffnet und fünf Menschen getötet. Dafür fasste er am Montag fünf Mal lebenslänglich wegen Mordes sowie mehr als 2200 Jahre Haft wegen versuchten Mordes aus. Auch die Todesstrafe steht zur Diskussion.
A. ist 23 Jahre alt, identifiziert sich nach Angaben der Verteidigung als nicht-binär, also weder als eindeutig männlich noch weiblich, und verwendet die Pronomen „sie“ und „ihnen“. A. hatte sich in fünf Fällen des Mordes und in 46 Fällen des versuchten Mordes schuldig bekannt. Mehr als 20 Menschen sagten nach Angaben der „Colorado Springs Gazette“ vor Gericht aus, einige bezeichneten A. als „Feigling“ und „Monster“.
Angeklagter könnte auf Bundesebene Todesstrafe ausfassen
Zudem steht noch eine mögliche Todesstrafe im Raum, die auf Bundesebene verhängt werden könnte. Während der Pressekonferenz am Montag erklärten die Beamten nach Angaben von „CNN“, eine Bundesuntersuchung zu dem Angriff sei eingeleitet worden und dauere an. Im Bundesstaat Colorado indes konnte die Staatsanwaltschaft für den Prozess die Todesstrafe nicht beantragen, da diese dort 2020 abgeschafft wurde.
A. hatte nach Überzeugung der Polizei im November den LGBTQ-Club mit einem Sturmgewehr und einer Handfeuerwaffe betreten und sofort das Feuer eröffnet. Zwei Anwesende im Club schritten der Polizei zufolge ein und stoppten A. Das Motiv blieb weiter unklar.
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