Anfang November hatte die BPjM mit der Streichung des "Doom"-Verbots für Aufsehen gesorgt, gilt die Behörde doch als äußerst strikt. Üblicherweise werden Titel erst nach 25 Jahren automatisch vom Index gelöscht. Ein Game, das auf der Liste landet, darf in Deutschland weder beworben noch verkauft werden - Gründe dafür sind unter anderem überzogene Gewaltdarstellungen oder Nazi-Symbole.
Damit ist nun auch für Quake nach "nur" 15 Jahren Indizierung Schluss. Offenbar ist die Streichung aufgrund eines Antrags vonseiten des Publishers Bethesda vorgenommen worden, genaue Gründe sind jedoch noch nicht bekannt. Bei "Doom" war von der BPjM angeführt worden, die stark veraltete, pixelige Grafik lasse die Gewalt inzwischen eher comichaft als realistisch wirken.
Die BPjM, die auch die Altersfreigaben für Computer- und Videospiele für Deutschland vergibt, steht des Öfteren wegen teils unverständlicher Einstufungen in der Kritik. So erhielt etwa das blutige "Gears of War 3" eine Freigabe ab 18 Jahren, ebenso wie die "Dead Space"-Spiele, bei denen man Baby-ähnliche Gegner tötet und Leichen zerschneiden kann. Zuletzt sorgte die "Ab 16"-Freigabe des mit zahlreichen brutalen Tötungsanimationen versehenen "Assassin's Creed: Revelations" für Kopfschütteln.
Seit der BPjM- Gründung im Jahr 1954 haben es 15.000 Werke auf den notorischen Index geschafft, der jedoch regelmäßig aktualisiert wird. Derzeit sind rund 5.300 Medien in Deutschland indiziert.










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