Archäologen haben im niederländischen Tiel eine rund 4000 Jahre alte Ritualstätte entdeckt. Das Heiligtum bestand aus mehreren runden Grabhügeln und soll der Sonne geweiht gewesen sein, teilte die Stadtgemeinde mit. 800 Jahre lang wurde die Stätte genutzt für Opferfeste, Rituale und Feiern. Menschen hätten dort auch ihre Toten begraben.
Die Ausgrabungen hatten bereits 2017 in der Stadt im Südosten des Landes stattgefunden. Doch die Bedeutung der Stätte war erst jetzt deutlich geworden. Erst nach jahrelangen Untersuchungen auch von Boden-Verfärbungen hätten die Archäologen die Entdeckung gemacht, teilte die Stadt mit. „Alles lag tief verborgen unter der Erde.“ Der Komplex mit einem Umfang von etwa vier Fußballfeldern wird als einzigartige Entdeckung beschrieben.
Glasperle aus Mesopotamien gefunden
Die Archäologen hatten insgesamt rund eine Million Objekte ausgegraben. Dazu gehört auch eine etwa eintausend Jahre alte Glasperle aus dem damaligen Mesopotamien im Westen von Asien (wo heutzutage der Irak und Syrien liegen). Die ältesten Objekte stammten schätzungsweise aus dem Jahr 2500 vor Christus.
Auffällig viele Kinder begraben
Auf dem Komplex standen den Forschern zufolge drei Grabhügel. Darin seien Reste von mehr als 80 Menschen gefunden worden, darunter von auffällig vielen Kindern.
Der größte Hügel mit einem Durchmesser von 20 Metern und umgeben von einem Graben fungierte demnach auch als Sonnenkalender. Jeweils am kürzesten und am längsten Tag des Jahres konnten Sonnenstrahlen direkt durch besondere Einkerbungen in dem Graben auf den Hügel scheinen.
Objekte gehören ins Museum
Einige Objekte sind ab Freitag im Museum in Tiel zu sehen. Reste eines Grabes aus der Ritualstätte werden im Archäologiemuseum in Leiden ausgestellt. An der Fundstelle selbst ist nichts zu sehen.











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