Jahrelanges Martyrium
Kindesmord: Hohe Haftstrafen für sadistisches Paar
Über mehrere Jahre ist ein Kind in England von seiner Mutter und deren Partner regelrecht gefoltert worden. Die Tortur war so schlimm, dass der Sprössling schließlich starb. Für die Mutter und deren Lebensgefährten gibt es nun hohe Haftstrafen. Den Behörden wird indes vorgeworfen, zu wenig unternommen zu haben.
Weil er den neun Jahre alten Sohn seiner Partnerin mit dem Kopf unter Wasser drückte und damit tötete, ist ein Mann in England zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Mutter erhielt wegen Totschlags und Grausamkeit an einem Kind eine Strafe von 27 Jahren, wie die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag aus dem Gerichtssaal in Coventry meldete. Der Bursche hatte vor seinem Tod im kalten Wasser einer Badewanne mehr als 50 Verletzungen erlitten, wie eine Obduktion ergab.
Nachbarn griffen mehrere Male ein
Der Fall wirft auch ein schlechtes Licht auf die Behörden: Der 41 Jahre alte Partner der Mutter soll das Kind bereits seit mehreren Jahren regelmäßig misshandelt haben. Immer wieder hatten Nachbarn die Polizei alarmiert, unter anderem, weil sie beobachteten, wie der Bub gezwungen wurde, bei niedrigen Temperaturen im Garten still zu stehen „wie eine Statue“. Nur sechs Monate vor seinem Tod im Februar 2021 hatte ein Mann die Polizei alarmiert mit der Warnung, das Paar tue dem Kind „etwas Schlimmes im Badezimmer an“.
Kopf untergetaucht
Die Misshandlungen waren dem Urteil zufolge Teil von „sadistischen“ Bestrafungen, denen der Bub ausgesetzt wurde. Dazu gehörte neben dem Untertauchen seines Kopfs in kaltem Wasser auch Prügel mit einem Gürtel und anderen Gegenständen. Ein von Sozialdiensten eingeführter Plan, wonach der Partner der Mutter nicht im selben Haus in dem kleinen Ort nahe Worcester übernachten durfte, wurde missachtet.
„Beim Baden eingeschlafen“
Die 35 Jahre alte Mutter hatte der BBC zufolge gegenüber den erst einige Zeit nach dem Tod des Buben gerufenen Rettungskräften behauptet, er sei beim Baden eingeschlafen. Doch die vielen Verletzungen und der unterkühlte Körper des Buben hätten Zweifel an dieser Version der Ereignisse geweckt.
Der verurteilte Mann kann frühestens nach 32 Jahren auf eine vorzeitige Freilassung hoffen. Die Mutter muss mindestens 17 Jahre im Gefängnis verbringen.














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