12.11.2011 10:24 |

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IWF sieht in Japan verlässliche Stütze in Euro-Krise

Der Internationale Währungsfonds sieht in Japan eine verlässliche Stütze im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise. Sie wisse, dass sie sich auf Japan als zweitgrößten Beitragszahler des IWF verlassen könne, falls eine Aufstockung der Mittel für den Währungsfonds notwendig werden sollte, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde (im Bild) am Samstag in Tokio nach Angaben japanischer Medien.

Gezielte Bitten an Japan habe sie bei einem Treffen mit Finanzminister Jun Azumi jedoch nicht gerichtet, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Regierungsbeamten. Es bestünde derzeit keine Notwendigkeit einer sofortigen Aufstockung der IWF-Mittel, betonte Lagarde.

Sie reist dennoch derzeit um die Welt, um weitere Milliarden für die prall gefüllte IWF-Kasse sowie den Euro-Krisenfonds EFSF aufzutreiben. Kein Land der Welt sei unter den gegenwärtigen Umständen "immun", egal wie weit es von Europa entfernt sei, sagte Lagarde im Anschluss an ihre Gespräche mit dem japanischen Finanzminister zu Journalisten. Azumi selbst wollte sich nicht zu seinen Gesprächen mit Lagarde äußern, meldete Kyodo.

Japan bot des Öfteren Unterstützung an
Das exportabhängige Japan hatte zuvor wiederholt seine Bereitschaft signalisiert, weitere europäische Staatsanleihen aus dem Rettungsfonds zu kaufen, um den Euro zu stabilisieren. Tokio, das nach Peking über die weltweit größten Währungsreserven verfügt, hat bisher rund 20 Prozent der europäischen Rettungsbonds erworben.

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