Schaden unklar

Steam gehackt: Womöglich sensible Daten gestohlen

Spiele
11.11.2011 12:01
Anfang der Woche wurden nach einem Hackerangriff sämtliche Foren der Spieleplattform Steam geschlossen, doch nun hat Betreiber Valve festgestellt, dass die Angreifer möglicherweise viel größeren Schaden angerichtet haben als in einem einfachen Forum möglich: Sie könnten persönliche Informationen der Nutzer, verschlüsselte Kreditkartendaten und Passwörter erbeutet haben.

Valve-Chef Gabe Newell wandte sich am Donnerstag an alle Nutzer: Man habe nun herausgefunden, dass die Hacker bei ihrem Angriff am 6. November möglicherweise Nutzerdaten, Spielekäufe, E-Mail-Adressen, Rechnungsadressen, verschlüsselte Kreditkarteninformationen sowie Hashtag- und Salt-Passwörter erbeutet hätten.

Man habe zwar keine Beweise dafür, dass die persönlichen Daten tatsächlich entwendet wurden, doch die Angreifer hätten auf die entsprechende Datenbank Zugriff gehabt, so Newell. Er rate allen Nutzern zu einem Passwortwechsel und außerdem, die Kreditkartenabrechnungen genau im Auge zu behalten.

Bisher sei der Firma jedoch noch kein Fall bekannt, in denen die Kreditkarteninformationen von Dritten verwendet worden seien. Klar sei aber, dass einige Forenzugänge gehackt worden seien - alle Forennutzer müssten daher neue Passwörter wählen. Da die Foren vom Rest des Steam-Services abgetrennt sind, wolle man bei den Steam-Zugängen aber vorerst keinen Passwortwechsel erzwingen.

Wahres Ausmaß erst nach Tagen erkannt
Anfang der Woche waren die Steam-Foren von Valve offline gestellt worden, offizielle Begründung waren vorerst "Wartungsarbeiten" gewesen. Nutzer berichteten jedoch am Montag, die Foren seien von Werbebotschaften für eine Gruppe namens "FknOwned" überflutet worden. Newell zufolge habe man erst am Donnerstag herausgefunden, dass nicht nur das Forum, sondern auch die Nutzerdatenbank angegriffen worden ist - darauf folgte unverzüglich die Information an alle Nutzer.

Seit Monaten Angriffe auf Spielefirmen
Steam ist die beliebteste PC-Spieledownload-Plattform, über 35 Millionen Nutzer sind registriert. Das Unternehmen befindet sich als Hacking-Opfer in prominenter Gesellschaft: Nach dem wohl schwerwiegendsten Angriff auf Sony Ende April wurden auch andere Branchenschwergewichte wie Nintendo, Eidos, Codemasters, Bethesda, Epic, Sega und EA von Internetangreifern heimgesucht.

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