Die Palliativeinrichtung im ehemaligen Sanatorium Mehrerau hat schon über 600 Menschen ein Sterben in Würde ermöglicht. Das Hospizangebot in Vorarlberg soll weiter ausgebaut werden.
Der Tod ist unausweichlich - und dennoch leben wir in einer Gesellschaft, in welcher das Sterben immer mehr an den Rand gedrängt wird. Umso wichtiger sind Orte, die todkranken Menschen ein würdevolles Abschiednehmen ermöglichen. Ein solcher Ort ist seit fünf Jahren das „Hospiz am See“ in Bregenz. Die Einrichtung, die zehn Zimmer umfasst, ist aus dem Palliativangebot in Vorarlberg längst nicht mehr wegzudenken.
In einem oft sehr belastenden Umfeld garantieren die Mitarbeitenden eine hohe Betreuungsqualität und sind eine wertvolle Stütze.
Landesrätin Martina Rüscher (Volkspartei)
Seit der Eröffnung sind 617 Menschen im Alter zwischen 31 und 102 Jahren auf ihrem letzten Weg begleitet worden, darunter 53 Prozent Frauen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug je nach Jahr zwischen 24 und 30 Tagen. 83,3 Prozent der Gäste litten an einer Krebserkrankung und je 5,5 Prozent an einer kardiologischen bzw. neurologischen Erkrankung. Vier von fünf Personen wurden vom Krankenhaus ins Hospiz überwiesen, 15 Prozent kamen aus der häuslichen Betreuung. Anlässlich der Jubiläumsfeier betonte Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP), dass man die Hospizversorgung in Vorarlberg konsequent ausbauen wolle. Denn eines ist klar: Die Nachfrage wird angesichts der demografischen Entwicklung rasant wachsen.
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