„Jahrhundert-Projekt“

Halleiner Hochwasserschutz: Arbeiten in Endphase

Salzburg
23.05.2023 18:00
Die Stadt Hallein wappnet sich mit massiven Bauten gegen die nächste Flut-Katastrophe. Die Hochwasserschutz-Arbeiten gehen in die finale Phase – und werden teurer als geplant.

Unglaubliche 120 Millionen Liter! So viel Wasser können die Hochwasser-Schutzbauten am Dürrnberg künftig zurückhalten. „Ein Jahrhundert-Projekt“, sagt Josef Pichler, Gebietsleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV).

Im Kothbachgraben und Reingraben sind die Schutzbauten bereits fertig. Bis Oktober laufen in Kleinkirchental die finalen Bauarbeiten. Dort entsteht ein großes Rückhaltebecken samt einer knapp 15 Meter hohen Staumauer. Sieben Millionen Euro kostet der Hochwasserschutz, die Stadtgemeinde Hallein muss ein Drittel selbst stemmen. Die ursprüngliche Kostenkalkulation lag bei rund 6,3 Millionen Euro. Die massiven Preissteigerungen machten auch vor dem Großprojekt nicht Halt. „Und wenn es noch um eine Million teurer geworden wäre. Wir brauchen diese Bauten“, sagt Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ).

WLV-Gebietsleiter Anton Pichler betont: „ Die jetzigen Rückhaltebecken wären beim Hochwasser 2021 nur zur Hälfte gefüllt gewesen.“ Beschwerden von Anrainern und Naturschützern verhinderten jedoch einen früheren Baustart. „Wir hätten bereits 2020 fertig sein können“, sagt Pichler.

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