Nur 6 Prozent. Nein, sechs Prozent, so tief ist die SPÖ nicht gefallen. Bösartigerweise könnte man sagen: noch nicht. Noch ist das Ergebnis der Mitgliederbefragung zur künftigen Parteispitze nicht bekannt. Noch weniger bekannt ist, was nach der heutigen Veröffentlichung des Abstimmungsergebnisses passiert. Könnte es sogar sein, dass dann in der SPÖ Friede einkehrt? Wohl nicht; die „Frage des Tages“ via krone.at ist da wieder einmal ein guter Gradmesser. So wollten wir gestern von unseren Lesern und Usern wissen, ob sie glauben, dass nun Friede bei den Sozialdemokraten einkehre. Und da landen wir nun bei den oben angesprochenen sechs Prozent: Denn nur so wenige der Voter glauben an Frieden, 94 Prozent aber eben nicht. Da dürften unsere Leser ein gutes Gefühl für die Vorgänge in dieser an sich so wichtigen, staatstragenden Partei haben.
Wunderwuzzi. Wer auch immer bei der SPÖ heute gewinnt - es spielt keine entscheidende Rolle, das meinen - siehe auch oben - viele in der Bevölkerung, das sieht auch ein „Krone“-Politik-Insider wie Claus Pándi nicht anders. Nicht einer aus dem SPÖ-Trio Pamela Rendi-Wagner, Hans Peter Doskozil oder Andreas Babler werde gewinnen, denn der wahre Sieger stehe schon fest: Herbert Kickl. Pándi schreibt heute in seinem Kommentar: „Der ist zwar kein vollwertiger Sozialist, aber der FPÖ-Anführer hält so ziemlich alle roten Themen fest in seiner Hand.“ Und er wisse Gefühle zu bedienen. Nur eine Chance für die Sozialdemokraten sieht unser Autor: Wenn bis zum SPÖ-Parteitag in nicht einmal zwei Wochen noch eine Lichtgestalt auftauche, „die nicht nur alle Genossen toll finden, sondern die auch echte Wahlen gewinnen kann.“ Er bringt damit die leise Hoffnung vieler zum Ausdruck. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass noch so ein Wunderwuzzi auftaucht - sie liegt vermutlich nicht einmal bei sechs Prozent.
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