Weltweit sterben rund 120.000 Menschen jährlich an den Folgen der Masern. "Verblüffend, dass bisher nicht im Detail bekannt war, wie das Virus in den Körper gelangt", so das PEI.
Klar war, dass die Viren mithilfe eines bestimmten Rezeptors Zellen in den Atemwegen infizieren. Diese virusbeladenen Zellen wandern über die Lymphknoten in die Organe, wo sie sich vermehren. "Wie aber die Erreger in die Atemwege zurückgelangen, um schließlich den Weg nach außen zu nehmen, blieb bisher ein Rätsel."
Viren lassen Tumore schrumpfen
PEI-Forscher Michael Mühlebach hat nun mit Kollegen aus den USA, Kanada, Singapur und Frankreich das Geheimnis gelüftet: Das Forscherteam identifizierte ein sogenanntes Transmembranprotein namens Nectin-4 als "Schuldigen". "Wir haben gezielt nach einem Protein gesucht, das auf der Innenseite der Epithelzellen sitzt und damit für die Viren zugänglich ist und ihnen den Weg durch die Epithelzelle ermöglicht
", erläutert Mühlebach.
"Diese Erkenntnis kann möglicherweise auch dazu beitragen, den Einsatz von Masernviren in der Krebstherapie zu verbessern", teilte das Institut mit. In Studien wurde gezeigt, dass die Partikel Tumore schrumpfen lassen. Indem sie sich in Tumorzellen vermehren, lösen sie deren Zelltod aus.








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