Viel wird im Heuhaufen herumgestochert, ob es nicht doch eine Wunderwaffe gegen die hohe Inflation gibt - schade um die Mühe! Die Lösung ist viel einfacher, und die Amerikaner kennen sie seit Langem. Die Erfolgsformel lautet: Billige Energie schafft Wohlstand und Stärke im Welthandel.
Egal, ob das seinerzeit das Öl war oder ob man dann mit „Shale Gas“ zum wichtigen Energieexporteur wurde, bis hin zum (für die Abnehmer) teuren LNG (Flüssiggas): Die Amerikaner haben den Takt geschlagen.
Und die Europäer? Die haben genau das Gegenteil gemacht. Im Bestreben, die Umwelt zu retten, hat man eine Fülle von Eingriffen beschlossen, alles Aktionen, die gut gemeint waren, aber die Energie stark verteuert haben. Da haben wir uns wichtiger gemacht, als wir sind - die Zeche bezahlt die Wirtschaft Europas, die gegenüber Asien und anderen Kontinenten immer weiter zurückfällt.
In aller Klarheit: Der Anteil der EU-27 an den globalen Emissionen ist zu gering im Vergleich etwa zu China: Ohne dieses Riesenreich werden die Ziele des Pariser Abkommens nicht erreicht werden.
Der Anteil Deutschlands an der Weltbevölkerung beträgt ein Prozent, jener Österreichs und der Schweiz jeweils 0,1 Prozent. Selbst wenn diese Länder ihre Emissionen völlig einstellen, wäre der Einfluss auf die Entwicklung des Klimas de facto null.
Die Energiewende, wie sie heute propagiert wird, ist so nicht zu schaffen. Sie macht nur Europas Energie extrem teuer. Dabei bräuchten wir derzeit genau das Gegenteil: billige Energie, um die Inflation niedrig zu halten!
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