Agenturen einig
Rettungsschirm bekommt weiterhin Bestnote “AAA”
Die Garantien der Euro-Länder stellten den Hauptfaktor für das Triple-A-Rating des EFSF dar, schrieben etwa Standard & Poor's (S&P) am Freitag. Man sehe den EFSF als Hauptquelle für die Notfallsfinanzierung der Mitgliedsländer. Die Ratingagentur geht davon aus, dass es für den EFSF eine "fast sichere" Wahrscheinlichkeit gibt, dass seine "AAA"-gerateten Mitgliedsregierungen zeitgerecht und ausreichend Extraunterstützung gewähren, sollte der Fonds es brauchen.
S&P betrachtet den EFSF als Eckstein der EU-Strategie, die Stabilität am Eurozonen Staatsschuldenmarkt wiederherzustellen und das Vertrauen in das europäische Finanzsystem zu erhalten. Hervorgehoben wird auch die "integrale" Verbindung mit den Mitgliedsregierungen.
Zum Ausblick heißt es unter anderem, sollte das Rating für eines oder mehrere Triple-A-bewerteten Länder gesenkt werden, werde S&P wahrscheinlich auch das Rating für Finanzinstrumente senken, die der EFSF bis dahin begeben hat.
Merkel sprach von "Schutzwall" für den Euro
Die Bestbenotung durch die führenden Ratingagenturen ist Voraussetzung dafür, dass der Fonds durch weitere Investoren aufgestockt werden kann. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer Regierungserklärung am Mittwoch von einem Schutzwall für den Euro gesprochen, der Ansteckungsgefahren für andere hoch verschuldete Euro-Länder verhindern soll.
EFSF-Chef Klaus Regling betonte, die Bestätigung der höchsten Kreditwürdigkeit zeige "das Vertrauen in die Strategie der Euro-Zone, um die Finanzstabilität wiederherzustellen". Regling war am Freitag nach Peking gereist um mit China über weitere Investitionen in den EFSF zu verhandeln. Die Schlagkraft des Rettungsschirmes soll auf eine Billion Euro vervielfacht werden, indem ein Teil der Anleihen notleidender Staaten von dem Fonds gegen Ausfall versichert wird.
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