Ein Mitarbeiter zweigte 200.000 Euro aus der St. Pöltner Stadtkasse ab. Die Opposition strebt nun eine Sonderprüfung des Stadtrechnungshofes an.
Noch vor dem Parteiengespräch mit Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) am Dienstag brachten ÖVP und Grüne einen Antrag auf Sonderprüfung der Kontrollsysteme im Rathaus ein. Zu klären sei die Frage, „wie es zur Veruntreuung von 200.000 Euro an Steuergeldern kommen konnte, um solche Vorfälle künftig zu verhindern“, so Grünen-Sprecherin Christina Engel-Unterberger.
Genaue Überprüfung gefordert
Gefordert wird auch eine genaue Überprüfung der Gebarung der letzten 15 Jahre, um mögliche weitere Vergehen ausschließen zu können. „Eine Prüfung der Sicherheitssysteme im Rathaus unter Beiziehung externer Experten ist der richtige Weg, um das Vertrauen wiederherzustellen“, so ÖVP-Klubobmann Florian Krumböck. Auch die FPÖ verlangt nun eine „lückenlose Aufarbeitung des unerhörten Kassendiebstahls sowie Vorschläge zur Kontrollverbesserung“, wie Martin Antauer betont.
Bekannt wurde die Causa nach der vom Stadtchef eingebrachten Anzeige wegen Verdacht der Untreue oder Veruntreuung bei der Staatsanwaltschaft. Um rasche Aufklärung und Beseitigung aller Schwachstellen ist man auch seitens der SPÖ bemüht, wie Vizebürgermeister Harald Ludwig betont.
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