Tödliches Geschäft
Trotz Krise: Satte Gewinne für US-Rüstungsindustrie
Am besten schnitt Branchenprimus Lockheed-Martin ab, Hersteller von Kampfjets wie F-16 oder F-22. Unterm Strich blieben 700 Millionen Dollar übrig, nach 560 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Zugleich sicherte sich der Konzern den Zuschlag für einen Beschaffungsauftrag der britischen Armee im Volumen von rund einer Milliarde Dollar. Wie Lockheed Martin weiter mitteilte, soll zudem die Panzerfahrzeugflotte "Warrior" aufgerüstet werden.
Lockheed-Martin baut Arbeitsplätze ab
Konzernchef Bob Stevens sprach von einem "starken dritten Quartal" und hob die Jahresprognose an. Das Unternehmen rechnet aber für 2012 im Zuge der staatlichen Rotstiftpolitik mit stagnierenden Umsätzen im Rüstungsgeschäft und baut Arbeitsplätze ab.
General Dynamics verdiente im gleichen Zeitraum 652 Millionen Dollar, zwei Millionen Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern baut unter anderem Kampfschiffe und zeichnet verantwortlich für den US-Kampfpanzer "Abrams". Wie bei Lockheed gibt es mit den Gulfstream-Geschäftsflugzeugen allerdings auch ein ziviles Standbein.
Boeing schraubt Gewinn um 140 Millionen Dollar hoch
Bei Boeing macht das zivile Segment den größten Teil des Geschäfts aus. Der Flugzeugbauer ist aber auch ein großer Spieler auf dem Rüstungsmarkt. Diese Sparte konnte ihren operativen Gewinn von 684 Millionen auf 824 Millionen Dollar hochschrauben. Boeing stellt fürs Militär etwa Transporthubschrauber wie den "CH-47 Chinook" oder Kommunikationssatelliten her.
Vierter im Bunde ist Northrop Grumman, unter anderem Hersteller von unbemannten Drohnen wie dem "Global Hawk" und dem Tarnkappenbomber B-2. Bei diesem Rüstungsriesen stieg der Gewinn von unterm Strich 497 Millionen auf 520 Millionen Dollar. Firmenchef Wes Bush sprach von "starken Zahlen".
Hauptabnehmer US-Armee muss sparen
Die US-Konzerne gehören zu den größten Rüstungsherstellern der Welt. Über Jahrzehnte war die US-Armee ein verlässlicher Abnehmer. Allerdings müssen auch die Militärs sparen. Die Rüstungsfirmen begegnen dem unter anderem mit Stellenstreichungen - und können so ihre Gewinne weiter in die Höhe treiben.
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