02.05.2005 12:32 |

Viel zu warm

Probleme mit dem WM-Eis gehen weiter

Die Temperaturen sind zu hoch und die Kühlung funktioniert nicht so, wie sie sollte: Auch nach dem zweiten Spieltag der Eishockey-WM gehen in der Wiener Stadthalle die Probleme mit dem Eis weiter. Am Sonntag war bei der Partie Tschechien gegen die Schweiz der Zustand der Spielfläche so schlecht, dass Sofortmaßnahmen notwendig waren. Experten aus Tirol sollen die Lage nun entschärfen.

Das erste Mal brach das Eis schon vor der WM - bei der Generalprobe zwischen Österreich und der Schweiz, die schließlich im zweiten Drittel abgebrochen werden musste. Beim sonntäglichen Vorrundenspiel zwischen Tschechien und der Schweiz konnte ein Abbruch noch verhindert werden.

Trainingseinheiten verlegt
Dafür mussten allerdings Sofortmaßnahmen getroffen werden: Die Kühlung der Trainingshalle wurde mit jener der Spielhalle gekoppelt, um das WM-Match zu retten. Dafür ist in der Wiener Stadthalle nun vorübergehend kein Training mehr möglich. Die Teams müssen ersatzweise in die Albert-Schultz-Halle ausweichen. Außerdem muss das Licht etwas gedrosselt werden, um unnötige Wärmebildung zu vermeiden.

Hohe Temperaturen setzen dem Eis zu
Zu schaffen machen den Verantwortlichen vor allem das frühsommerliche Wetter und die hohen Temperaturen in der Halle, die das Eis zum Schwitzen bringen. Dadurch bildet sich Wasser, die Oberfläche wird holprig und der Puck bleibt hängen. Alles in allem unwürdige Verhältnisse für eine WM. Daran haben auch neue, flexible Kühlschläuche an der Bande nichts geändert, die von Tiroler Experten verlegt worden sind. Die Spezialisten sind übrigens auch für das Eis in der Innsbrucker Olympiahalle zuständig, wo die Bedingungen einwandfrei sind.

Dieter Kalt, Chef des Österreichischen Eishockey-Verbandes, meinte, man habe die Situation wohl etwas unterschätzt. Und Rene Fasel, Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes legte noch eins drauf, indem er die Wiener Stadthalle als baufällig bezeichnete. Bis es so weit ist, müssen die zusätzlichen Kühlschläuche herhalten...