Will NATO anklagen
Gadafi-Familie zieht vor Internationalen Gerichtshof
Die "absichtliche Tötung" sei nach den Statuten des Strafgerichtshofs ein Kriegsverbrechen, hob Ceccaldi hervor. Wann die Klage genau eingereicht werden solle, konnte der Anwalt noch nicht sagen.
In Heimatstadt Sirte getötet
Gadafi war am vergangenen Donnerstag in seiner Geburtsstadt Sirte getötet worden. Er hatte versucht, aus der Stadt zu flüchten, doch der Konvoi war durch einen NATO-Angriff gestoppt worden. Der getötete Machthaber war vor seinem Tod selbst vom IStGH wegen Kriegsverbrechen gesucht worden. Sein Sohn Saif al-Islam und sein Ex-Geheimdienstchef Abdallah Senussi werden weiterhin gesucht.
Die NATO hatte erklärt, sie habe den schwer bewaffneten Konvoi angegriffen, weil dieser sich mit hoher Geschwindigkeit und ohne Rücksicht seinen Weg durch die Vororte von Sirte gebahnt habe. Von der Anwesenheit Gadafis habe die NATO zu diesem Zeitpunkt aber nichts gewusst. Gadafi war danach festgenommen und getötet worden. Ob er bei Gefechten starb oder gezielt von Truppen der Übergangsregierung umgebracht wurde, ist weiter unklar.
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