Flattert wieder

Batman sorgt in “Arkham City” für Recht und Ordnung

Spiele
24.10.2011 16:08
Großartig. Damit wäre das Wichtigste zu "Arkham City", der Fortsetzung des nicht minder großartigen Vorgängers "Arkham Asylum", eigentlich schon gesagt. Ganz so einfach wollen wir es uns dann aber doch nicht machen. Schließlich gilt es, einem Spiel von einem solchen Kaliber auch gebührend Respekt zu zollen.

Knackis, Psychos, Freaks und anderer Abschaum – sie alle haben unter der Leitung von Psychiater Hugo Strange in Arkham City, einem abgesperrten Bezirk inmitten von Gotham City, ein neues Zuhause gefunden. Spätestens als Catwoman von Two-Face öffentlich exekutiert werden soll, bricht jedoch Chaos aus und es ist an Batman, die Ordnung wiederherzustellen - nicht nur zum Wohle der gesamten Stadt, sondern auch um seines eigenen Lebens willen.

Stelldichein der Bösewichte
Wie nicht anders zu erwarten, stellen sich dem Flattermann zahlreiche Widersacher in den Weg. Das gesamte Who's who der Batman'schen Bösewichte ist vertreten: vom Joker und Harley Quinn über den Pinguin und Mister Freeze bis hin zum Riddler, Poison Ivy oder Solomon Grundy. Batman selbst darf sich zwar der zeitweiligen Unterstützung durch Butler Alfred, Oracle oder Robin gewiss sein, ist in dem ungleichen Kampf zwischen Gut und Böse ansonsten aber die meiste Zeit auf sich gestellt.

Leicht zu erlernen, schwer zu meistern
Wer den Vorgänger "Arkham Asylum" gespielt hat, dürfte damit jedoch kein Problem haben und sich mit der Steuerung umgehend zurechtfinden. Diese ist in ihren Grundzügen abermals sehr einfach gehalten, erweist sich im weiteren Spielverlauf jedoch als zunehmend komplexer. Genügen anfangs noch ein Button zum Schlagen und einer zum Kontern, so bedarf es bald spezieller Kombos, um etwa Panzerungen zu durchbrechen oder den Messerattacken eines Gegners auszuweichen.

Heimlich, still und leise wie ein Schatten in der Nacht
Gegen Schusswaffen ist aber selbst der stärkste Superheld relativ machtlos, weshalb es abermals gilt, möglichst verdeckt zu agieren. Rauchbomben, die Batclaw, steuerbare Batarangs und andere Gadgets, die neuerdings über das Steuerkreuz direkt ausgewählt werden können, sowie der leicht überarbeitete Detektiv-Modus, der Gegner und interaktive Objekte optisch hervorhebt, können Batman dabei den entscheidenden Vorteil verschaffen.

In diesen fast aussichtlos erscheinenden Situationen offenbart sich auch die wahre Stärke des Titels: Der Spieler spielt Batman nicht bloß, er wird quasi eins mit ihm. Ob beim lautlosen Anschleichen von hinten, dem Herabstürzen aus großen Höhen wie ein dunkler Schatten auf den Gegner oder bei der anschließenden Flucht im Dunstschleier einer Rauchgranate: In keinem anderen Spiel wird das Gefühl, ein Superheld zu sein, derzeit besser verkörpert als hier.

Zahlreiche Nebenmissionen
Dieses Gefühl wird noch zusätzlich intensiviert, wenn Batman die Pfade der Hauptmission verlässt und in der freien und offenen Umgebung von Arkham City auf Patrouille geht – sei es, um politische Gefangene und andere Geiseln aus den Händen der Gangs zu befreien oder um eines der zahlreichen Rätsel zu lösen, die der Riddler nebst Hunderten Sammelgegenständen in Arkham City hinterlassen hat. Zu tun gibt es jedenfalls reichlich und schnell erwischt man sich dabei, wie man vom Hundertsten ins Tausendste gerät.

Am Ende einer jeden Aufgabe steht die Gewissheit, einmal mehr für Gerechtigkeit gesorgt zu haben. Gedankt wird es Batman von Zeit und Zeit neben neuen Ausrüstungsgegenständen mit einem Stufenaufstieg, in dessen Folge bestimmte Extras wie die Panzerung des Batsuits verbessert oder neue Kombos für den Kampf erlernt werden können.

Mit Catwoman auf Solo-Pfaden
Dies gilt übrigens nicht nur für Batman selbst, sondern auch für seine Kollegin Selina Kyle alias Catwoman, der mit "Arkham City" einige Solo-Missionen spendiert wurden. Um sie spielen zu können, bedarf es eines Download-Codes, welcher dem Spiel beim Neukauf beiliegt. Alternativ können Gebrauchtkäufer den Catwoman-DLC über die jeweiligen Netzwerke wie Xbox Live oder PSN gegen Gebühr herunterladen.

Der Catwoman-Part erlaubt nicht nur einen etwas anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse in Arkham City, sondern begeistert zudem mit gänzlich neuen Steuerungsoptionen. Während Batman zwar stark, aber auch etwas träge ist, springt Selina wie ein Kätzchen behände von Dach zu Dach, schleicht kopfüber an Decken entlang oder teilt mit ihrer Peitsche ordentlich aus.

Zusätzliche Herausforderungen
Beide Superhelden, sowohl Batman als auch Catwoman, können schlussendlich auch in den gut ein Dutzend Herausforderungen des Riddlers ihr Können unter Beweis stellen. Die Herausforderung besteht dabei nicht nur darin, anrückende Wellen von Feinden zu überstehen oder lautlos und ungesehen Gegner zu meucheln; erschwerend hinzu kommt beispielsweise, dass Zeit, Ausrüstungsgegenstände oder die eigene Gesundheit begrenzt sind.

Fazit: Superhelden-Spiele gibt es viele, doch wohl keines verdient das Prädikat so sehr wie Warner Bros. Interactives "Arkham City". Nirgendwo sonst werden derzeit sämtliche Aspekte des Superhelden-Daseins so umfassend berücksichtigt wie hier. Ob bei den trotz aller Action geradezu anmutig wirkenden und grandios in Szene gesetzten Kämpfen, beim Schnüffeln, Hacken, Spionieren und Scannen in seiner Rolle als Detektiv oder in den hervorragend gesprochenen Dialogen mit anderen kostümierten Helden und Schurken: Genau so und nicht anders stellt man sich das Leben des dunklen Ritters und seinen Kampf gegen das Böse vor. Die Aufmachung ist dabei bis auf kleinere Patzer über jeden Zweifel erhaben, sodass "Arkham City" unterm Strich nicht nur für jeden Fan des Flattermanns, sondern ganz prinzipiell jeden Freund gut gemachter Action-Games ein Muss ist.

Plattform: Xbox 360 (getestet), PS3, PC (ab 18. November)
Publisher: Warner Bros. Interactive
krone.at-Wertung: 10/10

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Spiele
24.10.2011 16:08
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
krone.at
krone.at
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung