Achtung, Satire!

Mein lieber Verwandter Charles

Kärnten
07.05.2023 21:00

Wir haben es geschafft, wir haben Charles auf dem Thron abgeliefert. Die Jahrhundertkrönung war eine Leistung, den allerhöchsten Respekt abverlangt.

Respekt vor dem König selbst. In dem Alter stundenlang auf so einem Holzstuhl zu sitzen und ständig dreinzusehen als würde man gleich das Bier auf das Sofa serviert bekommen, das hat Würde und lehrt uns, worum es in einer Monarchie geht.

Kommentatoren lieferten Höchstleistung
Die wahren Helden sind aber die tapferen Menschen, die bis zu siebenstündige Fernseh-Übertragungen kommentieren. Wenn man bedenkt, wie mühsam oft schon die Pause eines Fußballspieles zu überbrücken oder das Warm Up eines Formel 1- Rennes zu schildern ist. Und bei der Krönung hatten sie noch nicht einmal Rückennummern. Und dieser Tonfall! So irgendwo zwischen nasal und zugedröhnt – wo lernt man so etwas eigentlich?

War er es?
Ja, ich hab’ es getan – erst über das Geflenne bei Adels-Übertragungen gespottet und dann doch hingesehen. Wo es doch Charles war. Man kennt sich schließlich. Also meine Tante, die ein paar mal in England war, hat dort eine Freundin, die jemanden kennt, der mit einem Militärkameraden von Charles zur Schule gegangen ist. Zumindest ein Jahr lang, ehe dessen Familie umziehen musste. Das muss zählen, da ging in den letzten Wochen weit weniger als Verwandtschaft durch. Und ich selbst bin ihm sogar einmal begegnet. Vor einem Jahr bei einem Städtetrip nach London. Er ging da einfach auf der anderen Straßenseite und ich glaube, er hat sogar kurz zu mir hergesehen. Also ich bin mir ziemlich sicher, dass er es war. Es könnte auch Paul McCartney gewesenen sein – oder auch keiner von den beiden. Egal, mir wird diese berührende Begegnung ewig in Erinnerung bleiben

Gekröntes Haupt und getunte Boliden
Durch diese meine Verbindungen zum Königshaus seh’ ich mich auch in der Lage, Charles erstes Reiseziel als Frischgekrönter vorherzusagen. Österreich. Die emotionale Bindung aus der Prinzenzeit ist da. Schließlich ist er der einzige europäische Monarch, der jemals von Peter Alexander parodiert wurde. Dem wäre zum König von Schweden sicher nichts eingefallen. Österreich also, aber nicht wieder Wien. Hofreitschule, Fiakerfahren und solchen Schnickschnack kennt er ja schon. Daher Kärnten. Am Protokoll wird bereits gearbeitet. Die Begrüßung (Kaiser geht in dem Fall gar nicht) würde eine Gruppe von Bürgermeistern aus dem Raum Keutschach vornehmen. Der geplante Zeitpunkt wäre während des GTI Treffens. Zeit, dass er das Land kennenlernt.

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