Offiziell bestätigt
Mutassim und Saif: Zwei Gadafi-Söhne ebenfalls getötet
Beide Söhne sollen, wie ihr Vater, von Truppen des Nationalrats in Sirte getötet worden sein. Saif al-Islam al-Gadafi war mehr oder weniger offen als Nachfolger des Machthabers gehandelt worden. Mutassim war im Regime seines Vaters nationaler Sicherheitsberater.
Saif mit Verbindungen zu Österreich
Der 1972 geborene Saif al-Islam hatte wie sein Vater enge Verbindungen zu Österreich, auch als enger Freund des verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider. Sein Vorname kann mit "Schwert des Islams" übersetzt werden. Nach einem Studium der Architektur und Wirtschaftswissenschaften in Tripolis, Wien und London gründete er 1999 die formal unabhängige Gadafi-Stiftung für Entwicklung.
Während des Bürgerkrieges in seinem Land trat er öffentlich vor allem mit Durchhalteparolen in Erscheinung. Der Internationale Strafgerichtshof stellte im Juni gegen ihn und seinen Vater Haftbefehle wegen schwerer Kriegsverbrechen aus. Der libysche Übergangsrat vermutete ihn zuletzt in der Wüstenstadt Bani Walid, eine der letzten Bastionen des Gadafi-Clans.
Mutassim als Befehlshaber der Präsidentengarde
Mutassim Billah al-Gadafi (geb. 1975) absolvierte eine militärische Ausbildung in Libyen und Ägypten. Nach einem Zerwürfnis mit dem Vater floh er vorübergehend nach Ägypten. Später durfte er zurückkehren und befehligte die einflussreiche Präsidentengarde. In den vergangenen Jahren wurde Mutassim Billah wiederholt vom Vater mit wichtigen politischen und diplomatischen Aufgaben betraut.
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