Zwei Feuerwehrleute wurden bei einem Feuerwehr-Jubiläumsfest mit siedend heißem Bratensaft verbrüht. Der Kommandant berichtet im Gespräch mit der „Krone“, wie es den beiden geht und warum dennoch weitergefeiert wurde.
100 Jahre Feuerwehr Sonnberg im Mühlkreis - doch leider mit Notarzt, zwei Rettungsautos und der Polizei. „Natürlich haben alle den Unfall mitbekommen“, sagt Kommandant Reinhard Dumfart. Genau zum Start der offiziellen Feier um 19 Uhr hatte hinten in der Küche in der Dorfhalle der 1000-Einwohner-Gemeinde das Unglück seinen Lauf genommen, als zwei Feuerwehrkameraden - 46 und 51 Jahre alt - den Bratensaft erhitzen. Das wurde in einem haushaltsüblichen Druckkochtopf gemacht, und die Helfer hatten den Druck abgelassen, um den Deckel zu entfernen. Offenbar aber nicht zur Gänze, denn als sie den Behälter öffneten, spritzte siedend heißer Bratensaft heraus und traf beide jeweils am Oberkörper. „Ein paar Spritzer bekamen sie auch im Gesicht ab, aber zum Glück nicht viel“, sagt Kommandant Dumfart.
Zwei Ehrengäste von der Rettung waren vor Ort, und die übernahmen die Erstversorgung der Verbrühungen, während die Rettungskette anlief. „Ich habe mit den Kameraden gesprochen und sie haben gesagt, dass das Fest auf jeden Fall weitergehen muss“, so der Feuerwehr-Chef. Während gefeiert wurde, kamen die Verletzten ins Spital der Barmherzigen Schwestern nach Linz und dann ins AKH Wien, wo es eine Abteilung für Verbrennungsopfer gibt. „Wir bekamen die Nachricht, dass alles glimpflich ausgegangen ist. Der Jüngere kommt wieder heim, hat nur Rötungen. Beim Älteren kam es zu Blasenbildungen, aber es wird wieder.“
Wir sind froh, dass der Unfall nochmal glimpflich ausgegangen ist und ein Kamerad bald nach Hause kommt. Er wird beim Maibaumaufstellen wahrscheinlich schon wieder dabei sein können.
Reinhard Dumfart, Kommandant der Feuerwehr Sonnberg
Damit ist diese Episode der FF Sonnberg gut ausgegangen. Die Gründung geht auf ein weitaus schlimmeres Unglück zurück: 1921 waren acht Häuser abgebrannt, eine Mutter und ihr Kind waren ums Leben gekommen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.