Um 8.10 Uhr war der 40 bis 50 Jahre alte Mann in einer Bawag-Filiale in der Mariahilfer Straße 89 vorstellig geworden. Etwa 15 Kunden waren Zeugen, als der Bankräuber eine Pistole aus seiner Umhängetasche zog und von der Kassierin Geld forderte. Womit der Mann wohl nicht gerechnet hatte: Die Bankangestellte drehte sich weg und ließ den Bewaffneten einfach stehen, worauf er ohne Beute die Filiale verließ.
Um 8.57 Uhr versuchte es der Unbekannte noch einmal. Diesmal war die Volksbank in der Hütteldorfer Straße 110 sein Ziel, in der sich zum Zeitpunkt des Überfalls nur eine Kundin aufhielt. Dort erhielt der Mann Geld ausgehändigt, die Höhe der Beute ist nicht bekannt.
Täterabgleich mittels Videoüberwachung
Dass ein und derselbe Täter für die beiden Überfälle verantwortlich ist, sei anhand der Bilder aus den Überwachungskameras der beiden Geldinstitute schnell festgestanden, sagte Hahslinger. Es handle sich um einen etwa 1,85 Meter großen Schnurrbartträger mit Dreitagesbart. Der Gesuchte - er sprach mit Wiener Dialekt - war unter anderem mit einer dunklen Kapuzenjacke bekleidet und hatte eine blaue Baseballkappe mit weißer Umrandung tief ins Gesicht gezogen. Bei der Umhängetasche könnte es sich um eine Laptoptasche oder etwas Ähnliches gehandelt haben.
Insgesamt sind laut Hahslinger 2011 in Wien bereits 32 Banken überfallen worden. Im vergangenen Jahr seien es im Vergleichszeitraum fast genau so viele, nämlich 31, gewesen.
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