In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren wieder zurückgestellt. Das kann auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Sicherheit haben. Forscher haben über 150 Studien ausgewertet, das Ergebnis: Die Umstellung auf die Winterzeit könnte zu einem Anstieg bestimmter Straftaten führen.
In einer großen Übersichtsarbeit untersuchte ein Team von Forschern 157 Studien aus 36 Ländern. Die Ergebnisse sind 2026 im European Journal of Epidemiology erschienen.
Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die Umstellung auf die Winterzeit andere Folgen habe, wie jene auf die Sommerzeit im März. Demnach war die Umstellung auf die Winterzeit mit mehr Straftaten verbunden, bei denen Menschen körperlich zu Schaden kamen.
Winterzeit: Weniger Licht in den Abendstunden
Nach Beginn der Sommerzeit deuten Studien auf einen „Rückgang von Straftaten, die körperliche Verletzungen verursachen“ hin. Dazu zählen unter anderem Raubüberfälle mit Körperverletzung. Dass weniger solche Straftaten passieren, könnte laut den Forschern etwa darauf zurückzuführen sein, dass es abends länger hell ist. Während der Winterzeit gelte das Gegenteil: Weniger Sonne in den Abendstunden könnte zu mehr Straftaten mit Körperverletzung führen.
Allgemein habe die Zeitumstellung im Herbst aber keineswegs nur negative Folgen, so das Forscherteam. Sie gehe etwa mit weniger Arbeitsunfällen einher. Kurzfristig könnte sich außerdem die Schlafdauer verlängern, weil die Nacht auf Sonntag eine Stunde mehr hat.
Arbeit stößt an ihre Grenzen
Die Forschenden weisen selbst auf Einschränkungen in der Arbeit hin. Weil sich die einzelnen Studien teils stark unterscheiden, konnten sie die Ergebnisse nicht in einer gemeinsamen Metaanalyse zusammenrechnen. Einige Aussagen beruhen auf wenigen Arbeiten.
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