Beschluss in Montana
Transgender-Abgeordnete aus Parlament verbannt
In der Debatte um Rechte von Transgender-Personen verhärten sich die Fronten in den USA zunehmend. In mehr als einem Dutzend von Republikanern regierten US-Bundesstaaten sind geschlechtsangleichende Therapien für Jugendliche inzwischen ganz oder teilweise verboten. Nun ist eine Abgeordnete im Bundesstaat Montana, die sich offen als Trans-Frau deklariert, von Sitzungen des Abgeordnetenhauses ausgeschlossen worden.
In einer Rede warf die Demokratin Zooey Zephyr republikanischen Abgeordneten vor, „Blut an den Händen“ zu haben, sollten sie medizinische Behandlung von Transgender-Jugendlichen verbieten. Damit sprach Zephyr die hohe Suizidrate bei betroffenen jungen Menschen an. Sie werde auf jeden Fall gegen ein solches Verbot vorgehen, betonte sie. Mit der Aussage habe sie gegen die guten Sitten der Parlamentskammer verstoßen. Zudem könnten ihre Worte auch als Aufforderung zur Gewalt verstanden werden, so der Vorwurf, der zum Ausschluss Zephyrs führte.
Ausschlüsse auch in Tennessee
Sie darf zwar weiter an Abstimmungen teilnehmen, aber bis zum Ende der Sitzungsperiode am 5. Mai nicht mehr persönlich erscheinen, entschieden die Abgeordneten am Mittwoch. Es ist die jüngste Eskalation im Kampf von US-Konservativen gegen die Rechte queerer Menschen.
Im US-Staat Tennessee waren vor wenigen Wochen zwei schwarze demokratische Abgeordnete ausgeschlossen worden, nachdem sie im Parlament gegen zu lasche Waffengesetze protestiert hatten. Mit ihrem Protest hätten die Parlamentarier die „Arbeit des Hauses gestört und für Unordnung gesorgt“, hieß es in der Begründung.
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