Britischer Premier

Sunak will sich nicht für Sklaverei entschuldigen

Ausland
26.04.2023 16:34

Der britische Premierminister Rishi Sunak will sich nicht für die koloniale Vergangenheit Großbritanniens entschuldigen. Die „Geschichte auseinanderzupflücken“ sei nicht der richtige Weg. Portugals Staatsoberhaupt sieht das ein wenig anders.

Sunak hat eine Aufforderung zurückgewiesen, sich im Namen seines Landes für Sklaverei und Kolonialismus zu entschuldigen. „Nein. Ich denke, wir sollten uns darauf fokussieren, unsere Geschichte in allen ihren Teilen zu verstehen, nicht davor wegrennen, sondern jetzt sicherstellen, dass wir eine inklusive und tolerante Gesellschaft für Menschen jeglicher Herkunft haben“, sagte er bei der wöchentlichen Fragestunde im Parlament am Mittwoch.

Die „Geschichte auseinanderzupflücken“ sei nicht der richtige Weg, so Sunak weiter. Er reagierte mit der Äußerung auf die Frage der liberaldemokratischen Abgeordneten Bell Ribeiro-Addy, ob er eine „vollständige und bedeutungsvolle Entschuldigung für die Rolle unseres Landes in Sklaverei und Kolonialismus abgeben und sich zu Reparationszahlungen bekennen“ werde.

Portugal will sich entschuldigen
Einen anderen Weg möchte Portugals Präsident einschlagen. Marcelo Rebelo de Sousa fordert eine Entschuldigung seines Landes für die Teilnahme am transatlantischen Sklavenhandel. Die Seefahrernation müsse Verantwortung für seine Vergangenheit übernehmen.

Es ist das erste Mal, dass ein portugiesisches Staatsoberhaupt eine solche Entschuldigung im Namen der Nation vorschlägt. Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert wurden sechs Millionen Menschen aus Afrika entführt und von portugiesischen Schiffen über den Atlantik verschleppt und Sklaven verkauft.

 krone.at
krone.at
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele