Ermittlungen laufen
Nach Frachter-Crash: Öl erreicht Neuseelands Küste
Die Behörden sperrten die Strände der bei Touristen beliebten Bucht auf der Nordinsel des Landes und warnten die Menschen vor dem giftigen, teerähnlichen Schlamm, der streng nach Benzin riecht.
Rund 22 Kilometer vor der Küste Neuseelands war das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff am vergangenen Mittwoch gegen ein Riff geprallt. Schätzungen der Meeresschutzbehörde zufolge sind bereits mindestens 30 der 1.700 Tonnen Schweröl, die der Frachter als Treibstoff an Bord hatte, ins Meer geflossen.
Schlimmste Umweltkatastrophe seit Jahrzehnten?
Neuseelands Regierung befürchtet die schlimmste Umweltkatastrophe seit Jahrzehnten, falls das Schiff auseinanderbricht und sinkt. Da in der Nacht auf Dienstag ein Unwetter über die Bucht ziehen könnte, bereiten sich Rettungskräfte bereits auf ihren Einsatz vor. Zudem arbeiten sie rund um die Uhr, um das Öl von dem Schiff abzupumpen. Bisher konnten laut der Meeresschutzbehörde allerdings erst zehn Tonnen Öl auf einen anderen Tanker abgepumpt werden.
Ölbeseitigung an den Stränden könnte Wochen dauern
Unterdessen verschärft sich auch an den Stränden die Lage: Neuseelands Verkehrsminister Steven Joyce sagte, die Ölbeseitigung könnte Wochen dauern. Rund 200 Helfer, darunter Spezialisten aus Australien, Großbritannien, den Niederlanden und Singapur, sind bereits vor Ort. Weitere 300 Soldaten der neuseeländischen Marine stehen auf Abruf bereit.
Neben der Ölbeseitigung steht derzeit auch die Ermittlung der Unfallursache im Mittelpunkt. Wie Joyce erklärte, sind die Untersuchungen in vollem Gange. Alle möglichen Aspekte werden erörtert, auch ob eine eventuelle Trunkenheit der Crew das Unglück ausgelöst hat.
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