Ermittlungen laufen

Nach Frachter-Crash: Öl erreicht Neuseelands Küste

Ausland
10.10.2011 15:40
Nach der Havarie des Frachters "Rena" vor Neuseelands Küste haben am Montag bereits erste Ölklumpen die Strände der malerischen Plenty-Bucht im Nordosten des Landes verschmutzt. Tierretter bargen mehrere verölte Seevögel, während die Ermittlungen zum Unfallhergang weiterhin auf Hochtouren laufen.

Die Behörden sperrten die Strände der bei Touristen beliebten Bucht auf der Nordinsel des Landes und warnten die Menschen vor dem giftigen, teerähnlichen Schlamm, der streng nach Benzin riecht. 

Rund 22 Kilometer vor der Küste Neuseelands war das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff am vergangenen Mittwoch gegen ein Riff geprallt. Schätzungen der Meeresschutzbehörde zufolge sind bereits mindestens 30 der 1.700 Tonnen Schweröl, die der Frachter als Treibstoff an Bord hatte, ins Meer geflossen.

Schlimmste Umweltkatastrophe seit Jahrzehnten?
Neuseelands Regierung befürchtet die schlimmste Umweltkatastrophe seit Jahrzehnten, falls das Schiff auseinanderbricht und sinkt. Da in der Nacht auf Dienstag ein Unwetter über die Bucht ziehen könnte, bereiten sich Rettungskräfte bereits auf ihren Einsatz vor. Zudem arbeiten sie rund um die Uhr, um das Öl von dem Schiff abzupumpen. Bisher konnten laut der Meeresschutzbehörde allerdings erst zehn Tonnen Öl auf einen anderen Tanker abgepumpt werden.

Ölbeseitigung an den Stränden könnte Wochen dauern
Unterdessen verschärft sich auch an den Stränden die Lage: Neuseelands Verkehrsminister Steven Joyce sagte, die Ölbeseitigung könnte Wochen dauern. Rund 200 Helfer, darunter Spezialisten aus Australien, Großbritannien, den Niederlanden und Singapur, sind bereits vor Ort. Weitere 300 Soldaten der neuseeländischen Marine stehen auf Abruf bereit.

Neben der Ölbeseitigung steht derzeit auch die Ermittlung der Unfallursache im Mittelpunkt. Wie Joyce erklärte, sind die Untersuchungen in vollem Gange. Alle möglichen Aspekte werden erörtert, auch ob eine eventuelle Trunkenheit der Crew das Unglück ausgelöst hat.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
10.10.2011 15:40
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung