Die Geschwister Sophie und Hans Scholl gelten als Ikonen des Widerstands gegen das Nazi-Regime. Das Stück „Die Weiße Rose“ in den Kammerspielen erzählt 80 Jahre nach der Hinrichtung ihre Geschichte. Heidelinde Leutgöb inszeniert ein sehenswertes Jugendstück!
Sophie und Hans Scholl hatten keine Chance – es gab nie einen fairen Prozess. Die jungen Menschen wurden hingerichtet, ihr „Vergehen“: Verteilung von Flugblättern gegen das Nazi-Regime. Unter dem Namen „Weiße Rose“ sind die Geschwister bis heute als Ikonen des Widerstands gegen das Unrechtsregime bekannt.
Dramatikerin Petra Wüllenweber hat aus dem Schicksal ein aktuelles Jugendstück gezimmert, das sie schlicht „Die Weiße Rose“ nennt. Regisseurin Heidelinde Leutgöb stellt es nun achtzig Jahre nach den Ereignissen auf die Bühne der Linzer Kammerspiele.
Menschen aus Fleisch und Blut
Das Bühnenbild von Renate Schuler zitiert das Holocaust-Denkmal in Berlin, inmitten einer Quaderlandschaft werden die Geschwister Scholl und ihre Kommilitonen zu Menschen aus Fleisch und Blut. Die Klammer ist das Verhör, zentrale Momente werden rückblickend erspielt.
Neues Aspekte und Überraschendes
Es werden auch weniger bekannte Aspekte aus den Leben der Geschwister thematisiert und man macht auf überraschende sowie problematische Details aufmerksam.
Sofie Pint ist eine selbstbewusste Sophie, die auch Leichtigkeit kennt, wenn sie mit der Freundin, gespielt von Julia Frisch, ulkt. Alexander Köfner als Hans lässt ahnen, was er an der Ostfront sah, aber er ist vom Widerstand überzeugt. Andreas Pühringer als Vater zeigt, was es damals hieß, Familienernährer und zugleich Antifaschist zu sein. Weiters tragen Christian Lemperle und Friedrich Eidenberger zu einer tollen Ensembleleistung bei. Ein wichtiges Stück, das viel Neues erzählt. Sehenswert!









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