Das Land Oberösterreich reagiert auf die stark steigende Zahl von verhaltensauffälligen Kindern. Zum einen wird das psychologische Personal an den Schulen aufgestockt und auch die Mittel für das mobile Familiencoaching werden ausgebaut.
Die Zahl der Vorfälle an den Schulen stieg in den vergangenen Jahren deutlich an (wir berichteten). Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat das Land Oberösterreich nun die Mittel für psychosoziale Unterstützungsteams aufgestockt. Das heißt, dass es nun 20 statt bisher 12,5 Dienstposten geben wird. Dies sei auch notwendig geworden, da die Auswirkungen der Pandemie und die steigende Nachfrage nach psychosozialer Unterstützung aufgrund der Vielzahl an schwierigen oder verhaltensauffälligen Schülern eine erhöhte Nachfrage ausgelöst habe, gibt das Büro von LH-Vize und Schulreferentin Christine Haberlander bekannt.
Durch den Ausbau der psychosozialen Unterstützung an Schulen setzt das Land ein Zeichen für die Wertschätzung von Bildung und das Wohlergehen der gesamten Schulgemeinschaft.
LH-Vize und Schulreferentin Christine Haberlander (ÖVP)
Mehr Geld für Prävention
Neben den Schulen versucht man aber auch, schon im Vorfeld zu helfen. Nämlich in den Familien, denn dort nehmen die Probleme durch fehlende Zeit, Betreuung und Liebe ihren Ausgang, sind sich alle Experten einig. So bietet die Kinder- und Jugendhilfe ein mobiles Jugendcoaching an und hat nun das Budget deutlich auf 640.000 Euro aufgestockt. „Gerade in und nach der Pandemie und den damit verbundenen Belastungen der Familien und der Kinder merken wir in vielen Präventionsbereichen einen gestiegenen Bedarf“, heißt es aus dem Büro des zuständigen Landesrates Michael Lindner (SPÖ).
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