Landesrivalen in NÖ

Sein gegen Schein – auch das ist Derby

Niederösterreich
21.04.2023 14:00

Die Kluft zwischen den zwei Landesrivalen wurde unerwartet groß. St. Pöltens Brust wächst immer mehr, die Admira geht am Stock. 

Nur eine Niederlage in den letzten 13 Spielen für St. Pölten; nur ein Sieg in den letzten elf Partien für die Admira - alleine anhand dieser beiden Fakten ist ersichtlich, wie groß die Kluft zwischen den zwei niederösterreichischen Erzrivalen derzeit ist. Ganz abgesehen von den 20 Punkten, die die beiden in der Tabelle der 2. Liga trennen.

Das heutige Derby in der NV-Arena ist ein Duell zwischen Sein und Schein. St. Pölten führt als Spitzenreiter das Feld an. Davon hatte auch die Admira vor Saisonbeginn geträumt, nur rückte sie einem neuerlichen Abstieg mittlerweile deutlich näher als dem längst illusorischen Wiederaufstieg. SKN-Chefcoach Stephan Helm lässt sich dadurch nicht irritieren: „Wir wollen vorne bleiben, und dazu müssen wir stets punkten - egal gegen wen.“

Angeschlagene Admiraner
Helm hält große Stücke auf seinen heutigen Konkurrenten Rolf Landerl: „Ein Trainerfuchs, der auch in schwierigen Situationen das Maximum herausholen kann.“ Nur mit welchen Mitteln? Die Admira pfeift aus dem letzten Loch. Nicht nur mental. Zu den verletzten Zwierschitz, Schmidt und Schöller kommen heute noch Rasner sowie die gesperrten Ebner und Vorsager auf die Ausfallsliste. Somit fehlen den Südstädtern die drei ersten Kapitäne! Brutal. Legionär Keckeisen kehrt hingegen nach seiner Sperre zurück, beschreibt den Ist-Zustand in deutscher Gründlichkeit: „Es ist jedem im Verein bewusst, in welcher Lage wir uns befinden.“ Das dachte man im Vorjahr auch, der Ausgang ist bekannt . . .

Das Herbstderby gewann die Admira daheim durch ein Ristanic-Tor mit 1:0. Vor der Ära Landerl, für Helm daher nicht mehr so relevant: „Wir brennen darauf zu zeigen, dass wir es spielerisch besser können als zuletzt gegen den GAK.“ Gschweidl ist fraglich, der suspendierte Conte nach wie vor kein Thema. Wird er wohl auch nicht mehr werden. Helm: „Wir wollten Vertrauen aufbauen, es ist aber nicht gelungen - das macht mich betroffen.“

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