Tammo hingerichtet
Syrisches Militär nimmt Trauerzug unter Beschuss
Die Trauerfeier für Tammo in Kamishli im Norden des Landes sei zu einer Großdemonstration gegen Staatschef Bashar al-Assad geworden, sagten Menschenrechtler. Zahlreiche Menschen sind beim Beschuss durch die Sicherheitskräfte verletzt worden, darunter auch Tammos Sohn und der Aktivist Sahida Raschkilo. Das lokale syrische Koordinationskomitee warf der Regierung vor, Oppositionelle gezielt ausschalten zu wollen.
Von maskierten Männern erschossen
Tammo war am Freitag in seinem Haus von vier maskierten Männern mit Schüssen hingerichtet worden. Er hatte dem syrischen Nationalrat angehört, dem wichtigsten Zusammenschluss der Opposition des Landes, und war erst kürzlich nach dreieinhalb Jahren Gefängnis aus der Haft entlassen worden.
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle äußerte sich am Samstag "bestürzt" über Tammos Ermordung. Der Aktivist sei "ein weiteres Opfer eines brutalen Regimes der Recht- und Gesetzlosigkeit" geworden. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte, der Tod Tammos folge auf mehrere gezielte Anschläge in den vergangenen Tagen, die ebenfalls "absolut inakzeptabel" seien. Die USA erklärten, Assads Regierung versuche mit gezielten Angriffen auf Oppositionsführer, ihre Taktik zu verschärfen. Frankreich zeigte sich "schockiert" von der "brutalen Gewalt".
Botschaft in Wien gestürmt
In Wien wurden in der Nacht zum Samstag elf syrische Regierungsgegner festgenommen, nachdem sie in die syrische Botschaft eingedrungen waren und auf dem Balkon demonstrierten (mehr Infos in der Infobox).
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.