Der im Sumpf feststeckende Karren der neuen Linzer Digital-Uni bekommt neue Hände zum Anschubsen: Das Land Oberösterreich entsendet nun Landtagsdirektor Wolfgang Steiner in den Gründungskonvent, damit dort wieder etwas Beruhigung und viel juristischer Sachverstand hineinkommen.
Wild umstritten ist ja bei einigen Menschen die am 5. März erfolgte Bestellung von Stefanie Lindstaedt, Professorin an der TU Graz zur Gründungsrektorin der Linzer Digital-Uni namens IDSA; es gibt Vorwürfe von Befangenheiten und rechtlicher Unsauberkeiten. Das vom Land OÖ entsandte Konventsmitglied Helmut Fallmann erhob sogar Aufsichtsbeschwerde beim Ministerium, doch Wien blockte ab. Fallmann schied daraufhin aus dem Gründungskonvent aus.
Ein versierter Verfassungsjurist
Nun ist dieses Personalproblem gelöst: Das Land Oberösterreich entsendet Landtagsdirektor Wolfgang Steiner, der auch Leiter des Verfassungsdienstes des Landes OÖ ist, in den Konvent. Zwar ist der versierte Jurist, der sich nicht von Emotionen leiten lässt und seine Rolle im Landtag überparteilich hält, kein Digitalisierungsexperte im wissenschaftlichen Sinn (in der Praxis der Landtagsarbeit wohl schon), doch heißt es beim Land dazu: „Strukturiertes Arbeiten im Aufbauprozess hat jetzt Priorität!“ Steiner hat ja auch gute Verbindungen zur JKU, wo er seit 2018 Honorarprofessor ist.
LH Stelzer fordert erneut mehr Tempo
Offiziell ergänzt LH Thomas Stelzer: „Ich hoffe, dass nun Ruhe in den Konvent einkehrt und die Arbeit ungestört und frei von Nebengeräuschen weitergehen kann. Ich fordere von allen Beteiligten Verantwortungsbewusstsein und mehr Tempo ein. Es geht bei der Digital-Uni um ein Jahrhundertprojekt für unsere Republik. Diesen Anspruch muss man auch gerecht werden.“
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