Elf der neuen S-Bahn-Garnituren sind bereits auf Schiene, bis Oktober werden es insgesamt 21 sein. Die Züge werden nach den Gemeinden mit Haltestellen auf der Bahnstrecke benannt. Drei wurden am Freitag offiziell getauft.
Der Geschäftsführer des Verkehrsverbund Vorarlberg, Christian Hillbrand, brachte es am Freitag in der neuen ÖBB-Remise in Bludenz auf den Punkt: „Was lange währt, ist endlich gut.“ Nach dem Desaster mit dem Hersteller Bombardier, der nach zahlreichen Ankündigungen schlussendlich die für Vorarlberg bestellten Talent 3-Züge nicht liefern konnte, fahren mittlerweile zumindest elf der danach in Auftrag gegebenen hochmodernen Siemens-Garnituren „Desiro ML“ auf Vorarlbergs Schienen. Bis Oktober sollen dann alle 21 reservierten Züge dieses Modells zur Verfügung stehen.
Zwei Zuggarnituren bieten Platz für bis zu 1200 Personen. Für Großveranstaltungen sind wir jetzt sehr gut gerüstet.
Christian Hillbrand, Geschäftsführer Verkehrsverbund Vorarlberg
Was bisher noch nicht bekannt war: Die neuen Regionalzüge werden die Namen jene Gemeinden tragen, die Haltestellen an der Vorarlberger ÖBB-Bahnstrecke haben. Die ersten drei Garnituren wurden am Freitag in Bludenz auf die Namen „Bludenz“, „Hohenems“ und „Hard“ getauft.
Verkehrslandesrat Daniel Zadra will damit „den wichtigen Beitrag der Gemeinden“ für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs hervorheben: „Der Öffentliche Verkehr in Vorarlberg boomt. Dies liegt nicht zuletzt daran, weil Land und Gemeinden an einem Strang ziehen.“
Die neuen Zuggarnituren haben tatsächlich einiges zu bieten. Sie sind um die Hälfte länger als die das Vorgängermodell und bieten pro Zug bis zu 600 Sitzplätze sowie noch einmal so viele Stehplätze. Die Sitze sind verstellbar und ermöglichen mehr Beinfreiheit als bisher, außerdem gibt es Steckdosen, Tische und WLAN.
Selbst im Winteroutfit können in der neuen S-Bahn bis zu 32 Fahrräder mitfahren - doppelt so viel wie in den bisherigen Zügen.
Mobilitätslandesrat Daniel Zadra
Das Highlight sei laut Zadra aber das „Sommeroutfit“ der Züge - gemeint ist ein österreichweit einzigartiges Fahrradabteil mit praktischen Abstellmöglichkeiten. Dabei handelt es sich um an den Seiten des Wagons angebrachte Schleifen, in die die Hinterreifen geschoben werden. Die Räder stehen nebeneinander und nicht wie bisher übereinander. Ein deutlicher Komfortgewinn!
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