Vorfall in Gefängnis

„Wir ermitteln wegen versuchter Brandstiftung“

Tirol
13.04.2023 07:00

Jener rätselhafter Brand, der sich - wie berichtet - Ende März im „Ziegelstadl“ in Tirol zugetragen hat, beschäftigt nun das Kriminalreferat. Erste neue Erkenntnisse liegen vor - unter anderem steht fest, dass durchaus hätte Schlimmeres passieren können und lediglich Justizwache-Bedienstete Zutritt zum besagten Bereich haben.

Aus einem Einsatzmittelraum nahmen am 29. März Bedienstete der Justizanstalt Innsbruck Brandgeruch wahr. „Dort entdeckten sie eine brennende Kerze, die sich noch ausblasen hat lassen. Weitere Löscharbeiten waren nicht notwendig und somit entstand – mit Ausnahme von Verrußungen – kein Schaden. Doch klar ist auch: Die Kerze war so platziert, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Brand ausgelöst hätte, wenn sie unentdeckt geblieben wäre“, erklärt Christoph Kirchmair, Leiter des Kriminalreferates beim Stadtpolizeikommando Innsbruck, auf „Tiroler Krone“-Nachfrage und bestätigt zugleich: „Wir ermitteln daher wegen versuchter Brandstiftung.“

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Die Abklärung der Zutrittsberechtigungen läuft derzeit noch. Und parallel zur technischen Abklärung werden auch Einvernahmen durchgeführt.

Christoph Kirchmair, Leiter des Kriminalreferates beim Stadtpolizeikommando Innsbruck

„Einvernahmen werden durchgeführt“
Ebenfalls sei klar, dass in diesem Bereich ausschließlich Bedienstete des „Ziegelstadls“ Zugang haben – und zwar mittels eines elektronischen Schlüssels oder Chip –, was die Causa natürlich spannend macht. „Die Abklärung der Zutrittsberechtigungen läuft derzeit noch. Und parallel zur technischen Abklärung werden auch Einvernahmen durchgeführt“, verrät Kirchmair. Einen konkreten Verdächtigen mit einem offensichtlichen Motiv habe man derzeit noch nicht im Visier.

„Entstehungsbrand muss nun beurteilt werden“
Auch auf Sachverständige von der Landesstelle für Brandverhütung setzt der Leiter des Kriminalreferates beim Stadtpolizeikommando nun: „Ihre konkrete Aufgabe ist es, diesen Entstehungsbrand zu beurteilen.“

Unmittelbar nach der Entdeckung der brennenden Kerze habe der Leiter der Justizanstalt Innsbruck die Aufklärung in die Wege geleitet und eine polizeiliche Anzeige gemacht. „Daraufhin wurde dann das Kriminalreferat mit der Sachbearbeitung betraut“, betont Kirchmair. Weitere Ergebnisse gelte es abzuwarten.

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