Anschi Auer aus Neufeld an der Leitha ist die Tierliebe in Person. Kein Wunder also, dass sich Hasen, Eichkätzchen, Wachteln und allerhand mehr bei ihr tummeln.
Im Vorjahr hat sie 275 Tiere aufgenommen und gesund gepflegt. Die meisten konnten wieder in die Natur entlassen werden, einige bleiben ihr dann aber auch erhalten. Auch heuer hat die Frühlings- und damit die Aufzuchtsaison für die Neufelderin schon begonnen. Acht Eichkätzchen tummeln sich derzeit bei ihr.
Zwei davon werden noch mit dem Fläschchen gefüttert - und das alle drei Stunden Tag und Nacht. „Zum Glück sind sie einfach so süß, da macht man das gerne“, lacht die Tierfreundin, die durch ihr Zoologiestudium zu dem ganzen Getier gekommen ist.
Ihr erstes Aufzuchttier war eine Baby-Amsel, dann kam ein Igel, dann ein anderes Tierchen, das Hilfe brauchte. Mittlerweile ist sie seit rund 20 Jahren dafür bekannt, dass sie sich um jedes pelzige oder fedrige Lebewesen annimmt.
Sie hat Katzen, Hasen, Wachteln, Igel. Viele Tiere sind behindert, wie ihr roter Kater, der auf drei Beinen daher kommt, aber dabei quietschvergnügt ist.
Igel ohne Gesicht
Auch von der Tierarztpraxis, wo Anschi Auer arbeitet, kommt oft „Arbeit“ mit nach Hause. So wie ein kleiner Igel, dem im Vorjahr das Gesicht weggemäht worden ist. Normalerweise erlöst man so ein Tier. „Er hatte aber einen enormen Lebenswillen. Hat gefressen, obwohl von seinem Gesicht wirklich nicht viel übrig war.“ Der kleine Mann hat es geschafft und überlebt. Er ist blind, was ihn aber nicht stört. In wenigen Wochen darf er zu einer Bekannten ziehen, die einen Garten hat, aus dem er nicht hinaus kann. Dort darf er seinen Lebensabend verbringen. „Wenn man dann solche Happy Ends sieht, weiß man, warum man sich so viel Mühe macht“, so Auer.
Wer ihr mit Futter unter die Arme greifen will, auf ihrer Facebook-Seite Anschi Auer gibt es eine Futterliste, was gerade benötigt wird.
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