Geheimdienst:
Russland will vermehrt Luftlandetruppen einsetzen
Laut Erkenntnissen des britischen Militärgeheimdienstes wird die russische Armee künftig Luftlandetruppen stärker in der Ukraine einsetzen. Unterdessen gehen die schweren Kämpfe im Osten des Landes weiter.
Die in den ersten Kriegsmonaten von gravierenden Verlusten betroffenen Luftlandetruppen seien in den vergangenen Wochen mit dem Raketensystem TOS-1A ausgestattet worden, bekannt als „schwerer Flammenwerfer“, hieß es im täglichen Bulletin des britischen Verteidigungsministeriums am Dienstag.
Das System sei bisher üblicherweise von einer Spezialeinheit der russischen Armee in der Ukraine zum Schutz anderer Truppenteile gegen biologische, chemische sowie nukleare Waffen verwendet worden. Einsätze bei den Luftlandetruppen, die sowohl mit Hubschraubern als auch mit Fallschirmjägern operieren, sind bisher nicht bekannt.
Kämpfe um Bachmut gehen weiter
Auch am Wochenende setzte die russische Armee nach ukrainischen Angaben ihre Angriffe an der Front in der Ostukraine fort. Es habe Luftangriffe und Artilleriebeschuss gegeben, teilte der ukrainische Generalstab am Dienstag mit. Mehrere Städte und Ortschaften in der Region Donezk seien unter schweren Beschuss geraten. Die ukrainischen Streitkräfte hätten mehrere Angriffe abgewehrt. Auch in Bachmut hielten die Kämpfe demnach an. Die russischen Truppen versuchten weiterhin, die seit Monaten schwer umkämpfte Kleinstadt unter ihre Kontrolle zu bringen.
Die geleakten geheimen US-Dokumente sorgen weiterhin für Aufregung. Während das Weiße Haus und die Regierung in Kiew mittlerweile von „in Teilen gefälschten“ Papieren sprechen, sind US-Geheimdienstberater laut der „Washington Post“ zu der Einschätzung gelangt, dass der Ausgang der erwarteten ukrainischen Frühjahrsoffensive eher bescheiden sein werde. Demnach werde nicht erwartet, dass das ukrainische Militär so viele Gebiete zurückgewinnen werden könne wie im vergangenen Herbst im Osten und Süden des Landes.
Seit Wochen kursieren im Internet offensichtlich geheime Dokumente von US-Stellen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. US-Medien berichten seit Tagen über sensibles Material zu beiden Kriegsparteien, ohne die Unterlagen selbst zu veröffentlichen. Unklar ist, wer die schon vor Wochen bei prorussischen Kanälen verbreiteten Dokumente publiziert hat. Die US-Regierung bemüht sich um Aufklärung. Das Pentagon sprach am Montag von einem „sehr hohem Risiko“ für die Sicherheit der USA, das von den Dokumenten ausgehe.









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