Erst schlecht wie nie, dann ratlos wie nie, doch auch ehrlich wie nie! Bundesliga-Schlusslicht Ried glänzte erst nach dem 1:3-Heimdesaster gegen TSV Hartberg - doch auch da nur mit nicht-alltäglichen Aussagen . . .
„Die erste Halbzeit war fast ein Skandal“, fauchte Abwehrchef Markus Lackner. „Wir haben ganz wenige positive Dinge gesehen“, Sportdirektor Thomas Reifeltshammer. „Ich habe für das alles noch keine Erklärung“, Trainer Max Senft.
Ried war nach der Heimpleite gegen Hartberg desillusioniert und ratlos, auch wenn die Tabelle natürlich noch immer Hoffnung macht. „Uns fehlen auf den Vorletzten Altach ja nur zwei Punkte“, sagte Präsident Roland Daxl.
Ried-Präsident: „Ich verstehe das nicht!“
Den die „Vorstand-raus“-Rufe des tief enttäuschten Anhangs weniger trafen als der energielose, blutleere und fehlerhafte Auftritt der Spieler: „Ich verstehe diese Leistung nur drei Tage nach unserem doch sehr guten Cup-Halbfinalspiel vor 22.000 Zuschauern gegen Rapid nicht.“ Dafür verstand Thomas Reifteltshammer den Frust des Ried-Anhangs.„Wenn ich die Leistung der Mannschaft sehe, haben die Fans wahrscheinlich zu hundert Prozent recht“, sagte der Sportdirektor des Tabellenletzten im Sky-Interview über die „Vorstand-raus“-Rufe.
„Viele glauben nicht mehr an uns“
Ehrlich auch Markus Lackner! „Die erste Halbzeit war inferior“, ließ der Abwehrchef nach der Heimpleite wissen. Bei der man sich als Zuschauer zu Beginn der zweiten Halbzeit fragte: Warum hat Trainer Max Senft zur Pause nur Jurisic, Monschein und Ungar ausgetauscht und bis auf Samuel Sahin-Radlinger nicht auch alle anderen? Obwohl auch der Keeper beim 0:1 (19.) nicht gut ausgesehen hatte! Aber er lebte zumindest schon in den ersten 45 Minuten. Im Gegensatz zum Rest. Der eher tot als nur gelähmt wirkte. „Die erste Halbzeit war fast ein Skandal“, sagte Lackner später. Und: „Ich glaube, dass außerhalb nicht mehr viele an uns glauben. Es gibt aber einen Personenkreis, bei dem ich weiß, dass er erst aufgibt, wenn es wirklich vorbei ist . . .“
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