Siedlung in Mattighofen hat keinen gesicherten Fußgängerübergang an vielbefahrener Straße. In der Siedlung wohnen derzeit schon mehr als 20 Kinder, die in die Schule müssen - vor allem für sie ist es täglich ein Spießrutenlauf.
Der Verkehr auf der Moosstraße in Mattighofen ist – wie untertags fast immer – sehr dicht. Claudia Wohlzog versucht, mit dem zweijährigen Matteo im Buggy und dem vierjährigen Tobias zu Fuß die Fahrbahn zu überqueren. Die 31-Jährige will den älteren Sohn in den Waldkindergarten bringen, doch die Frequenz auf der Straße lässt das nicht zu. Kein Lenker hält an und lässt Mutter und Kinder passieren.
Auch die Schulfreunde meiner Kinder, die ebenfalls in unserer Siedlung wohnen, müssen von Eltern begleitet werden. Das Überqueren der Straße wäre allein zu gefährlich.
Martina Daberto (37), Mutter von drei Kindern
„Jedes Mal ein Spießrutenlauf“
Auch Lkw brausen in vermutlich deutlich überhöhtem Tempo an ihnen vorbei. Erst nach einiger Wartezeit zeigt eine Lenkerin Einsehen und stoppt ihren Wagen. Das Passieren ist trotzdem nicht ungefährlich, denn auf der Gegenfahrbahn bleibt niemand stehen. „Es ist jedes Mal ein Spießrutenlauf“, seufzt Wohlzog.
Wir sind hier auf andere angewiesen. Im Herbst hatten wir einen Termin mit der BH, wo erklärt wurde, dass noch Verkehrszählungen nötig seien. Passiert ist aber seither leider nichts.
Daniel Lang (34), ÖVP-Bürgermeister von Mattighofen
Auch Martina Daberto (37) geht es kaum anders, wenn sie mit der vierjährigen Madeleine, der achtjährigen Hannah und dem zehnjährigen Sebastian über die Moosstraße will. „Es ist schon vorgekommen, dass Autos überholt haben, während ein anderes für uns angehalten hat.“
Ball liegt bei der BH Braunau
Beide Familien wohnen in einer Siedlung links der Moosstraße. Um zu Spielplatz, Kindergarten, Volksschule oder ins Lebensmittelgeschäft zu gelangen, müssen sie diese überqueren. „Für uns Erwachsene ist das schon schwer möglich, für Kinder allein oder gebrechliche Menschen aber ein Ding der Unmöglichkeit“, sagt Wohlzog.
Beim Überqueren der Straße kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen. Ich frage mich, muss erst wirklich was passieren, bevor endlich etwas zum Schutz gemacht wird?
Claudia Wohlzog (31), Mutter von zwei Söhnen
In der Siedlung wohnen derzeit schon mehr als 20 Kinder, die in die Schule müssen - und es werden noch mehr, denn weitere Häuser und Wohnblocks sind in Planung. Die Bewohner wünschen sich dringend einen ampelgesicherten Schutzweg - vor Jahren hatte es schon einmal einen Zebrastreifen gegeben. Ihre Bitten wurden auch an Bürgermeister Daniel Lang herangetragen. „Da es eine Landesstraße ist, liegt die Entscheidung leider nicht in unseren Händen. Wir wären selbst froh, wenn es einen sicheren Übergang gäbe“, so Lang. Der Ball liege bei der BH Braunau.
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