Noch präsentiert sich der Vorarlberger Arbeitsmarkt sehr stabil, allerdings zeichnet sich eine Trendwende ab.
Exakt 8474 arbeitslose Personen waren Ende März beim Arbeitsmarktservice (AMS) Vorarlberg gemeldet. Das sind zwar 378 weniger als im Februar, im März des Vorjahres lag die Arbeitslosigkeit allerdings noch niedriger - damals wurden 8391 Jobsuchende registriert.
Katharina Neuhofer, stellvertretende Geschäftsführerin des AMS Vorarlberg, ist mit der Entwicklung im ersten Quartal dennoch zufrieden. Zum einen präsentiere sich der Arbeitsmarkt im Ländle sehr stabil, zum anderen hätte sich bei den Langzeitarbeitslosen die Lage weiter entspannt. 1507 Personen sind aktuell seit mindestens zwölf Monaten ohne Job, das sind 3,9 Prozent weniger als im Vormonat.
Insgesamt zeigte sich das 1. Quartal 2023 im Bezug auf den Arbeitsmarkt als sehr positiv, trotzdem rechnen wir in den nächsten Monaten mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Katharina Neuhofer
Ausgeschriebene Stellen gehen zurück
Noch beeindruckender ist die schnelle berufliche Integration der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine: 863 Beschäftigungsverhältnisse konnten für diese Gruppe bereits abgeschlossen werden, weitere 270 Personen sind beim AMS vorgemerkt. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei den Flüchtlingen zum Großteil um Mütter mit kleinen Kindern handelt, ist das eine imposante Bilanz.
Trotz dieser Erfolgsmeldungen geht man beim AMS davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten steigen wird. Ein Indiz dafür: Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen geht signifikant zurück - im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Angebot um immerhin 12,6 Prozent reduziert.
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