Gefährliche Tradition
Feuerfest im Iran: Elf Tote und 3500 Verletzte
Bei Vorbereitungen und Zeremonien rund um das persische Neujahrsfest Newroz sind im Iran heuer schon elf Menschen gestorben und mehr als 3500 verletzt worden. Die Tradition, die aus der vorislamischen Zeit stammt, ist nicht nur mitunter gefährlich, sondern der Mullah-Führung auch ein Dorn im Auge.
Die aktuellen Opferzahlen bezögen sich auf die Zeit seit dem 20. Februar, sagte der Chef der iranischen Rettungsdienste, Dschafar Miadfar, am Mittwoch dem staatlichen Fernsehen. Allein in der Nacht auf Mittwoch gab es demnach elf Tote.
Vor allem während des Feuerfests, das im Iran Tschaharschandbe Suri heißt, gibt es immer wieder zahlreiche Verletzte. Die Iraner springen unter anderem über Feuer. Sie wollen sich damit selbst reinigen und böse Geister vertreiben. Dabei singen sie: „Ich gebe Dir meine gelbe Farbe. Ich nehme Deine rote Farbe.“ Die Farbe Gelb steht für Krankheiten, Rot für das Leben.
Selbst gebastelte Feuerwerkskörper als große Gefahr
Gefeiert wird das Feuerfest alljährlich in der Nacht auf den letzten Mittwoch vor dem Ende des iranischen Jahres. Dieses endet am 20. März. Vor allem bei jungen Leuten ist das Fest sehr beliebt. Viele bauen für das Ereignis selbst Feuerwerkskörper, was immer wieder zu Verletzungen oder gar Todesfällen führt.
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