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Finale Schlacht | Eiskalt in der Therme

Finale Schlacht. Täuscht es - oder kreist die Welt wirklich um das Burgenland? Auch wenn sie sich nicht um dieses nette Ländchen, das mit Landschaft, Küche und freundlichen Menschen punktet, wirklich dreht bleibt als Faktum: Die österreichische Sozialdemokratie kreist dieser Tage definitiv um das Burgenland. Nicht erst, seit der Landeshautmann des bevölkerungsmäßig kleinsten Bundeslandes gestern seinen Hut in jenen Ring warf, in den ihn die SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner für heute eingeladen hat. Zum Parteipräsidium „eingeladen“? Andere sagen: vorgeladen. Wieder andere: zum Duell im Ring aufgefordert. Bis knapp vor dem Einläuten der ersten Runde in diesem Ring hatte sich Doskozil bedeckt gehalten: Würde er den Zweikampf um die Parteispitze annehmen? Und wenn ja: Würde er sich dazu heute im Präsidium outen oder vielleicht doch erst danach? Nein, er tat es davor! Mittels Brief an die Mitglieder der heute tagenden Gremien Partei-Präsidium und Partei-Vorstand. Quintessenz: Doskozil bewirbt sich für den Parteivorsitz. Erringen will er ihn über eine Urabstimmung - für eine Wahl auf einem Sonderparteitag stehe er nicht zur Verfügung. Nun ist die offene, vermutlich finale Schlacht eröffnet. Das ist sicher: Da wird Blut fließen.

Eiskalt in der Therme. Denn auch das ist klar: Wenn Doskozil sein Ziel erreicht, dann wird das einige Köpfe kosten. Wenn er es verfehlt, wahrscheinlich auch. Angekündigt hat der Möchtegern-Parteichef, mit seinem Programm, seinen Inhalten und „einem breiten Team, das ich noch vorstellen werde“ anzutreten. Hatte es in den vergangenen Tagen eher so ausgehen, als hätte die angeschlagene Parteiobfrau Oberwasser gewonnen, so wurde sie wie auch der Wiener Rendi-Wagner-Unterstützungs-Klub ausgerechnet in einer burgenländischen Therme eiskalt von der Doskozil-Ankündigung erwischt. Dorthin hatte sich der Wiener SPÖ-Gemeinderatsklub mit Rendi-Wagner zurückgezogen - und sich auf die die Noch-Bundesobfrau eingeschworen. Doch dann kam der Brief des in die Therme nicht eingeladenen Landeshauptmanns. Das vielbeschworene „Momentum“ - es könnte jetzt beim Burgenländer liegen.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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