Spektakuläre Szenen spielten sich - wie erst am Freitag bekannt wurde - in der Nacht auf Donnerstag im Tiroler Unterland ab. Zwischen Strass im Zillertal und Hall flüchtete ein stark betrunkener Autolenker vor der Polizei. Die Verfolgungsjagd endete schließlich erst nach rund 30 Kilometern, nachdem ein Beamter einen Warnschuss abgegeben hatte.
Kurz vor 3 Uhr in der Nacht hatte ein anderer Autofahrer bei der Polizei Alarm geschlagen. Der Zeuge gab an, dass vor ihm auf der B169 Zillertalstraße ein Pkw in Schlangenlinie unterwegs sei. Eine Streife machte sich daraufhin sofort auf den Weg und konnte den „auffälligen Pkw“ schließlich beim Knoten Tiroler Straße/Zillertal Straße ausforschen.
Sämtliche Anhaltezeichen missachtet
Der zunächst noch unbekannte Lenker fuhr in Richtung Autobahnauffahrt Wiesing und dann auf der A12 weiter in Richtung Innsbruck. „Die Polizisten versuchten daraufhin, den Lenker mittels Blaulicht und Kelle zum Anhalten zu bewegen“, heißt es vonseiten der Ermittler. Dieser missachtete jedoch sämtliche Anhaltezeichen. „Nachdem der Mann kurzzeitig die Geschwindigkeit massiv verringert hatte, beschleunigte er plötzlich sein Fahrzeug wieder und überholte die Polizeistreife.“
Polizeiauto auf Parkplatz gerammt
Weitere Anhalteversuche scheiterten - obwohl sich der Flüchtige „brav“ an die IG-L 100er-Beschränkung hielt. Bei Hall in Tirol verließ der Mann plötzlich die Autobahn und fuhr auf einen Supermarktparkplatz. „Dort kam es schließlich zur seitlichen Kollision mit dem Einsatzfahrzeug. Der Pkw-Lenker versuchte weiter zu flüchten, indem er den Rückwärtsgang einlegte und zurücksetzte“, so die Ermittler weiter.
Aufgrund der nach wie vor gefährlichen Situation konnte der Lenker erst nach Abgabe eines Schreckschusses zum Entriegeln der Fahrzeugtüren gebracht werden.
Die Polizei
Ein Beamter war inzwischen ausgestiegen und versuchte die Fahrertür zu öffnen. „Diese war jedoch versperrt und aufgrund der nach wie vor gefährlichen Situation konnte der Lenker erst nach Abgabe eines Schreckschusses zum Entriegeln der Fahrzeugtüren gebracht werden“, hieß es.
43-jähriger Lenker stark alkoholisiert
Der Lenker, ein 43-jähriger Einheimischer, wurde an Ort und Stelle festgenommen. Ein durchgeführter Alkotest ergab eine „starke Alkoholisierung“. Ihm wurde der Führerschein abgenommen. Entsprechende Anzeigen folgen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.