In Simbach erfolgte der Spatenstich für den Bau der neuen 380-kV-Leitung von St. Peter am Hart nach Altheim in Bayern. Auf der oberösterreichischen Seite kostet das Projekt 84 Millionen Euro.
Im bayrisch-oberösterreichischen Grenzgebiet geraten nicht nur viele Straßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Auch die in den 1930er Jahren errichtete 220-Kilovolt-Stromleitung zwischen St.…Peter am Hart und Altheim in Bayern ist mittlerweile viel zu klein geworden. Seit Jahren laufen – begleitet von Anrainer-Protesten – die Planungen für die Errichtung einer neuen 380-kV-Starkstromfreileitung.
Leitungskapazität wird bis zum Jahr 2027 vervierfacht
Gestern, Donnerstag, erfolgte der symbolische Spatenstich mit viel Polit-Prominenz. Neben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bayerns Wirtschafts-Staatsminister Hubert Aiwanger war auch Oberösterreichs Energie-Landesrat Markus Achleitner dabei. Das unterstreicht die internationale Bedeutung der „Stromautobahn“. Denn die Leitung verbindet Windstrom aus dem Norden und Solarstrom aus dem Süden Deutschlands mit Speicherkraftwerken auf unserer Seite der Grenze.
„Die neue Deutschlandleitung mit dem Start in St. Peter schafft eine massive Verbesserung. Durch die Vervierfachung der Kapazität wird der steigende Energiebedarf des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich und vor allem auch der Region gesichert“, stellte Achleitner fest. Die fehlenden Netzkapazitäten verhindern derzeit, dass preisgünstiger Strom aus Deutschland für österreichische Kunden verfügbar ist. Und dadurch kostet bei uns die Megawattstunde rund 26…Euro mehr.
84 Millionen Euro für 2,5 Kilometer
Abgewickelt wird der Bau auf österreichischer Seite vom Unternehmen Austrian Power Grid. Der Übertragungsnetzbetreiber investiert in die Errichtung der 2,5 Kilometer rund 84 Millionen Euro. In Bayern wird das Projekt vom europäischen Netzbetreiber TenneT verfolgt. 2027 soll die Leitung in Betrieb genommen werden.
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